Edlitz

Erstellt am 24. Oktober 2016, 11:28

von NÖN Redaktion

Spektakuläre Übung von Feuerwehr und Rettung in Edlitz .

Der 21. Juni wird vielen Feuerwehrmitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Edlitz noch lange Zeit in Erinnerung bleiben. Auf der Südautobahn bei Grimmenstein war es um die Mittagszeit zu einem folgenschweren Auffahrunfall zwischen einem voll besetzten Reisebus und einem am Stauende stehenden Sattelschlepper gekommen. Insgesamt 40 Personen hatten bei dem verheerenden Unfall zum Teil schwere Verletzungen erlitten - eine extreme Herausforderung für die eingesetzten Einsatzkräfte und besonders für den Einsatzleiter.

Um für einen Ernstfall wie diesen gerüstet zu sein, fand am vergangenen Wochenende eine groß angelegte Übung der Freiwilligen Feuerwehren Edlitz und Pitten sowie des Roten Kreuzes Aspang statt, bei der schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn simuliert wurde (die Einsatzgebiete der beiden Feuerwehren auf der A2 grenzen sich).

"Opfer" wurden realitätsnah geschminkt

Die Alarmierung zur Übung lautete "schwerer Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen im Pumperwaldl, näheres nicht bekannt"!

Szenario: Ein Unfall mit insgesamt vier beteiligten Fahrzeugen, wobei ein Fahrzeug beim Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand stand. Bei einer ersten Erkundung wurde festgestellt, dass eine Person aus einem Fahrzeug geschleudert worden war und in den drei anderen Fahrzeugen insgesamt fünf Personen eingeklemmt waren.

Um die Menschenrettung möglichst real zu gestalten, wurden im Vorfeld bei der Übungsausarbeitung Fotos von vergangenen Unfällen herangezogen, um die Fahrzeuge realitätsnah zu Verformen. Auch die gestellten Opfer wurden dementsprechend geschminkt.

Menschenrettung verlangte den Einsatzkräften einiges ab

Während von einem Trupp die Brandbekämpfung unter schwerem Atemschutz in Angriff genommen wurde, wurden von anderen Trupps die Verletzten betreut und die Menschenrettung vorbereitet. 

Während die "verletzten Personen" aus den ersten beiden Fahrzeugen rasch befreit werden konnten, gestaltete sich die Rettung der letzten beiden Eingeklemmten aus einem Ford Galaxy deutlich komplizierter. Rund eine Stunde hatten die Helfer der Rettung und Feuerwehr damit zu kämpfen, alle fünf eingeklemmten Personen aus den teils stark deformierten Unfallfahrzeugen zu befreien und für den Abtransport der Rettung vorzubereiten.

Trotz der schweren und anstrengenden Bedingungen, zeigten sich alle eingesetzten Kräfte bei der Übungsnachbesprechung begeistert vom Umfang und der realen Gestaltung der Übung!