Erstellt am 22. April 2014, 10:38

Biden sichert Ukraine Unterstützung zu. US-Vizepräsident Biden hat der Ukraine bei seinem Besuch in Kiew die Hilfe Washingtons zugesichert.

Die USA seien bereit, die Wirtschaft zu unterstützen, sagte Biden vor ukrainischen Parlamentariern am Dienstag. Zugleich müsste die Ukraine jedoch "den Krebs der Korruption" bekämpfen. Die anstehende Präsidentenwahl am 25. Mai sei die wichtigste in der Geschichte des Landes, fügte Biden hinzu.

Die Regierung in Washington wolle der Führung beim Aufbau einer vereinten Ukraine helfen. Auch gebe es seiner Meinung nach keinen Grund, warum Kiew nicht energieunabhängig werden könne - allerdings werde dies Zeit benötigen. Biden ist der bisher ranghöchste US-Politiker, der seit Ausbruch der Krise in das Land reist.

Biden will bei seinem Besuch auch auf eine rasche Umsetzung der Genfer Friedensbeschlüsse vom 17. April drängen. Die USA sehen Russland am Zuge. Moskau müsse die prorussischen Separatisten in der Ostukraine zur Abgabe ihrer Waffen und zur Räumung besetzter Gebäude bewegen. Russland fordert hingegen zunächst Zugeständnisse der Regierung in Kiew.

Die USA haben unterdessen mehrere Fotos präsentiert, die nach Angaben Washingtons "Beweise" dafür sind, dass einige der bewaffneten Kämpfer in der Ostukraine in Wahrheit russische Militärs oder Offiziere des russischen Geheimdienstes sind. Die Fotos seien von der Regierung in Kiew übergeben worden, sagte US-Außenamtssprecherin Jen Psaki.

Auf einer Fotoserie ist zunächst ein Mann mit den Abzeichen der russischen Spezialeinheiten 2008 in Georgien zu sehen. Damals war es zu einem fünftägigen Krieg zwischen Russland und Georgien gekommen. Der offenbar selbe Mann ist zudem auf einem vor kurzem aufgenommenen Foto von der Erstürmung der Polizeistation im ukrainischen Kramatorsk durch pro-russische Kräfte zu sehen. Auch auf einem Foto aus Slawjansk scheint der Mann zu sehen zu sein.

Aber auch mehrere in internationalen Medien oder im Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlichte Fotos seien "weitere Beweise für die Verbindung zwischen Russland und den bewaffneten Milizen in der Ostukraine". Die USA werfen Russland vor, in die Unruhen in der Ostukraine verwickelt zu sein und diese anzuheizen. Moskau weist diese Vorwürfe strikt zurück.