Erstellt am 05. November 2015, 12:26

Bluttat: Verdächtiger mit verwirrenden Angaben. Der Verdächtige bei der am Mittwoch entdeckten Bluttat in Wien-Brigittenau bereitet den Ermittlern offenbar einiges an Kopfzerbrechen.

 |  NOEN, APA

So gab der 45-Jährige zwar zu, seine Mutter mit mehreren Messerstichen in den Oberkörper getötet zu haben. Auf die Frage nach dem Warum konnte er Polizeisprecher Patrick Maierhofer zufolge bisher aber keine erschöpfende Antwort geben.

Die Bluttat war Mittwochmittag entdeckt worden. Der 45-Jährige hatte einen Angehörigen angerufen und von der Tat erzählt. Der Verwandte alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte. Die Polizei fand in der Wohnung in der Gasteigergasse die 85-jährige Frau tot im Bett und ihren Sohn, der sich widerstandslos festnehmen ließ.

Die erste Einvernahme dauerte am Mittwoch bis in die Abendstunden. Laut Maierhofer machte der 45-Jährige dabei eher verwirrende Angaben. Er könne sich zwar an den Tathergang selbst erinnern, aber zu den Gedankengängen, die er hatte, als er das Messer aus der Küche holte und zustach, konnte er nichts sagen. Er konnte auch nicht sagen, ob es einen Streit gegeben habe oder ob seine Mutter besonders pflegebedürftig gewesen sei.

Der Verdächtige lebt in einer Wohnung ebenfalls in Brigittenau. Er dürfte schon seit längerer Zeit arbeitslos gewesen sein und beim Arbeitsmarktservice (AMS) Kurse besucht haben. Nach Informationen der APA soll es schon 2007 in einem von dem Verdächtigen besuchten Seminar um seelische Heilung gegangen sein. Auch am Tag der Tat - als Zeitpunkt der Tötung wurde der Dienstagabend angegeben - soll der 45-Jährige einen AMS-Kurs besucht haben.

Unklar war nach wie vor, mit wie vielen Stichen die ältere Frau getötet wurde. Dazu gab es bisher nur die Angabe ihres Sohnes, der von mehreren Stichen sprach. Diese Frage soll nun mit einer Obduktion geklärt werden, die noch am Donnerstag oder spätestens am Freitag durchgeführt werden sollte.