Erstellt am 12. August 2014, 13:41

von APA/Red

Brandl, Schweinzer machen Auftakt in OSV. In der ersten Woche der Schwimm-EM in Berlin treten ab Mittwoch zwei von insgesamt 21 qualifizierten Österreichern in Aktion.

Am Eröffnungstag der zwölftägigen Titelkämpfe hat Synchronschwimmerin Nadine Brandl ihre technische Kür zu absolvieren, die freie Kür als zweiter Vorkampfteil folgt am Freitag. Open-Water-Schwimmer Matthias Schweinzer hat seine Bewerbe Mittwoch und Donnerstag.

Für den Steirer ist es seine seit 2010 vierte EM, seine bisher beste Platzierung hat er vor zwei Jahren in Piombinoals 14. über 5 km erreicht. Tags zuvor hatte der Student der Betriebswirtschaft über die doppelte Distanz zur Halbzeit geführt, dann aber seinem hohen Anfangstempo Tribut gezollt, am Ende war er lediglich 33. Diesen Fehler will er nun am Berliner EM-Schauplatz Regattastrecke Grünau vermeiden.

Dichte in diesem Sport am größten

Die Erwartungen hat Schweinzer aber nicht zu hoch gesteckt, ein Ergebnis wieder um Platz 14 würde ihn zufriedenstellen. Immerhin ist die Dichte in diesem Sport in Europa am größten, es sind 30 Teilnehmer (5 km) bzw. 41 (10 km) genannt. Selbstvertrauen nimmt der 23-Jährige aus Platz drei von einem Europacup-Rennen am ersten August-Wochenende in den Niederlanden mit, erreicht im Anschluss an ein Höhentrainingslager in der Sierra Nevada.

Der Grazer hat seinen Trainingsmittelpunkt heuer nach Magdeburg verlegt und sich einer deutschen Gruppe angeschlossen. "Dort trainiere ich mit einer jungen, sehr erfolgreichen Mannschaft", hob er hervor. Juniorenwelt- und -Europameister als auch Vize-Europameister im Teambewerb sind unter seinen Trainingspartnern. "Mein Plan ist, bis Rio in Magdeburg zu trainieren und fürs Studium nach Graz zu pendeln." Die Olympia-Qualifikation für 2016 ist sein großes Ziel.

Die ebenfalls 23-jährige Brandl hat schon zwei Sommerspiele hinter sich, auf EM-Ebene stechen der 6. Platz 2012 in Debrecen und der 7. 2010 in Budapest heraus. Erreicht jeweils im Solo, in dem sie auch diesmal antritt. Ihre Pläne für das Duett haben sich vorerst zerschlagen, nachdem sich ihre junge Partnerin Charlotte Formanek im Frühjahr gegen eine sportliche Partnerschaft entschieden hatte.

Brandl will in Berlin in die Top Ten

Da das Solo nicht olympisch ist, drängt bei der Suche nach einer neuen Partnerin für Brandl die Zeit, will sie in zwei Jahren in Brasilien im Zeichen der Fünf Ringe dabei sein. Zuletzt galt ihre Konzentration aber ihrem Soloprogramm - bei nicht optimaler Vorbereitung. "Ich hatte eine Rückenverletzung und musste infiltrieren, um den Tonus wieder rauszubekommen und mich überhaupt bewegen zu können", erklärte Brandl.

Das in Berlin Machbare lässt sich für die SU-Wien-Athletin nun schwer abschätzen. Bei 15 Teilnehmerinnen wäre alles außerhalb der Top Ten für sie aber eine Enttäuschung. Sollte sie den Sprung ins Finale der besten zwölf schaffen, wäre sie am Sonntag im Europa-Sportpark ein drittes Mal an der Reihe. Schweinzer hat definitiv zwei Auftritte, den für Sonntag angesetzten 25-km-Bewerb lässt er aus. Am Montag beginnen die Bewerbe im Wasserspringen und die der Becken-Schwimmer.