Erstellt am 07. September 2015, 15:57

von APA/Red

Zwölfjähriger lieferte Polizei Verfolgungsjagd auf A2. Ein Zwölfjähriger hat der NÖ Polizei am Wochenende eine wilde Verfolgungsjagd geliefert.

 |  NOEN, Symbolbild
Auf der A2 (Südautobahn) umfuhr er eine Sperre, lenkte dann den Wagen seines Vaters über Wiesen und Böschungen und ließ sich auch durch einen Reifenschaden nicht stoppen. Endstation war schließlich in einem Parkhaus. Der Bursch, der von daheim ausgerissen war, blieb ebenso unverletzt wie die Beamten.

Eltern erstatteten Abgängigkeitsanzeige

Wie die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Montag ausführte, hatte der Zwölfjährige aus Graz das Auto am vergangenen Donnerstag um 4.00 Uhr entwendet. Zwei Stunden später erstatteten die Eltern Abgängigkeitsanzeige. Nach Angaben der zuständigen Polizeiinspektion in Graz sei der Bursch bereits mehrmals - auch mit dem Kfz des Vaters - abgängig gewesen.

Am Samstag gegen 23.00 Uhr bemerkte eine Streife der Autobahnpolizeiinspektion Tribuswinkel auf einem Parkplatz der A2 in Kottingbrunn (Bezirk Baden) den Pkw, in dem der am Steuer sitzende Bub - mit einem Polster auf dem Lenkrad - schlief. Als die Beamten ihn weckten und kontrollieren wollten, startete er und fuhr auf die Autobahn Richtung Graz.

Bub überwand zwei Straßensperren

Nachdem der Zwölfjährige bei Breitenau (Bezirk Neunkirchen) einer Straßensperre ausgewichen war, wurde er auf einem Parkplatz in Scheiblingkirchen angehalten - der Streifenwagen hatte Blaulicht und Folgetonhorn eingeschaltet.

Als sich die Polizisten dem Fahrzeug näherten, brauste der Bursch neuerlich davon. In Grimmenstein fuhr er von der Autobahn ab und dann wieder auf, ignorierte eine weitere Straßensperre und war zwei Kilometer als Geisterfahrer auf der A2 unterwegs.

Zwei Kilometer als Geisterfahrer unterwegs

In Seebenstein fuhr er endgültig von der A2 ab, benützte einen Waldweg und entkam über eine Böschung einer weiteren Straßensperre. Schließlich fuhr er mit dem bereits stark ramponierten Auto in die oberste Ebene einer Park-and-Ride-Anlage, wo die Flucht allerdings endete.

Der Zwölfjährige gab an, eine "Spritztour" nach Wien gemacht zu haben. Als er dann die Polizisten auf dem Parkplatz in Kottingbrunn bemerkte, habe er Angst bekommen und sei deshalb davongefahren.