Erstellt am 22. Februar 2015, 11:14

von APA Red

Brückeneinsturz: Bahnverkehr steht zwei Wochen. Nach dem Einsturz der in Bau befindlichen Murbrücke der S35 in Frohnleiten hat sich am Sonntag bei Tageslicht das Ausmaß der zu erwartenden Behinderungen im Bahnverkehr als noch umfangreicher herausgestellt.

Die Züge werden die Stelle für mindestens zwei Wochen nicht passieren können. Tausende Fahrgäste werden allein am Sonntag betroffen sein. Am Montag kommen auch noch Schüler und Pendler dazu.

120 Zugfahrten mit Bussen am Sonntag

Laut Sprecher Christoph Posch haben die ÖBB einen Krisenstab eingerichtet, um die Behinderungen zu bewältigen. Sonntagvormittag waren 32 Busse im Ersatzverkehr im Einsatz. Am Nachmittag sollten es noch mehr werden, da die Rückreise aus den Semesterferien abzuwickeln sei.

Neben den überregionalen Verbindungen etwa nach Wien und Salzburg muss auch ein lokaler Ersatzverkehr für die S-Bahn eingerichtet werden.

Am Sonntag gilt es 120 Zugfahrten mit Bussen abzuwickeln, betonte Posch. Am Vormittag sei mit Verspätungen von 15 bis 20 Minuten zu rechnen. Am Nachmittag sei mehr einzuplanen, da mehr Reisende unterwegs sein werden. Fahrgästen, die zum Flughafen Wien müssen, wird empfohlen, einen Zug früher - also eine Stunde früher - abzureisen.

Lokale Umleitung wurde eingerichtet

Gegen 7.00 Uhr haben die Experten und Statiker begonnen, sich die Situation bei Tageslicht anzusehen, erklärte ein Sprecher der Asfinag. Die S35, Brucker Schnellstraße, wird für mindestens eine Woche gesperrt bleiben. Eine lokale Umleitung ist eingerichtet, auch ein großräumiges Ausweichen durch den Gleinalmtunnel der A9 (Pyhrnautobahn) ist möglich.

Neben dem Personenzügen sind auch zahlreiche Güterzüge betroffen. Laut Posch werden internationale Transporte über Villach geleitet. Regionale Verbindungen - etwa zur Versorgung der Holz- und Papierindustrie im Norden von Graz - müssen statt über Bruck über die steirische Ostbahn durch Hartberg und Fehring geführt werden.