Erstellt am 19. November 2015, 10:30

von APA/Red

Bundesheer hat zu viele Offiziere. Beim Bundesheer gibt es zu viele Berufsoffiziere und zu viel überflüssiges Personal.

Das stellte der Rechnungshof in einer "Follow-up-Überprüfung der Personalmaßnahmen des Verteidigungsministeriums" fest. Das Militär verfügt nach Ansicht der Prüfer auch über zu viele Kasernen und sonstige Betriebsgebäude.

959 Bedienstete überflüssig

Konkret sind beim Bundesheer 959 Bedienstete überflüssig - in Beamtendeutsch "Personen über Stand". Immerhin wurde diese Zahl in den letzten Jahren um mehr als die Hälfte reduziert. Im Jahr 2010 waren noch 2.059 Personen über Stand. Mit der geplanten Reorganisation der Zentralstelle (=das Ministerium) wird die Zahl der Überflüssigen allerdings wieder steigen. Hier ist eine Reduktion der Bediensteten von rund 900 auf 660 vorgesehen. Damit werden wieder mehr als 200 Personen überflüssig werden.

Bei den Standorten gibt es laut Rechnungshof einen Überhang von 16. Gemäß der Heeres-Reform "ÖBH 2010" müsste das Heer nur mehr 61 Standorte betreiben, tatsächlich sind es aber 77.

Erhöht hat sich zwischen 2010 und 2014 entgegen der Empfehlung des Rechnungshofes auch die Zahl der Offiziere. Der Anteil der Offiziere in der Grundorganisation stieg in diesem Zeitraum von rund zwölf auf 14 Prozent. In der Schweiz liegt dieser Anteil nur bei fünf Prozent, kritisiert der RH. Die Prüfer lobten aber, dass seit 2013 an der Theresianischen Militärakademie nur mehr 25 Berufsoffiziere pro Jahr ausgebildet werden.