Erstellt am 10. Mai 2014, 12:00

von APA Red

Bundesliga-Fernduell um Europacup-Startplatz. Die Entscheidungen um Meisterschaft und Klassenerhalt in der Bundesliga sind gefallen, im Fokus der letzten Runde steht das Fernduell zwischen der Wiener Austria und dem SV Grödig um einen Europacup-Startplatz.

Die Austria empfängt zuhause Sturm Graz, der punktegleiche SV Grödig tritt bei Absteiger Wacker Innsbruck an.

Als Tabellendritter hat die Austria ihr Schicksal in der 36. und damit letzten Saisonrunde der Bundesliga in der eigenen Hand. Dank des klar besseren Torverhältnisses liegen die Favoritner vor Grödig, mit einem Sieg ist der zweite Europa-League-Startplatz abgesichert. Auszugehen ist jedenfalls davon, dass die hoch motivierten Salzburger im zeitgleich ausgetragenen Auswärtsspiel bei Absteiger Wacker Innsbruck keinen Zähler liegen lassen.

Sturm reiste mit 120 Cup-Minuten in den Beinen in die Bundeshauptstadt. Nach dem Halbfinal-Aus bei Zweitligist St. Pölten (0:1 n.V.) ist die Stimmungslage bei den in der Liga fünftplatzierten Grazern dementsprechend. Trainer Darko Milanic wollte von seiner Elf dennoch die richtige Einstellung sehen. "Wichtig ist, dass die Spieler respektvoll ihren Job machen", sagte der Slowene, der im Tor wieder auf Christian Gratzei setzen könnte. "Für mich zählt nur ein positiver Saisonabschluss nach dieser schweren Niederlage."

Für die Austria soll der zweite Matchball im Europacup-Rennen ein gewinnbringender sein. Nach der desolaten Leistung beim 1:2 in Grödig wollte Herbert Gager die richtige Reaktion im Training gesehen haben. "Wir werden bis zum letzten Blutstropfen kämpfen, unsere Ziele zu erreichen", kündigte der Austria-Trainer an. Er gab seinen Spielern am Dienstag frei, "damit sie selbst einmal nachdenken können". Danach zeigten die Profis laut Gager "viel Biss, viele Emotionen".

"Sollte die Austria noch einmal patzen und gegen Sturm Graz nicht voll punkten, dann ist für uns sogar noch Platz drei drin", freute sich Grödig-Trainer Hütter, der auf den gesperrten Kapitän Ione Cabrera verzichten muss. Der Vorarlberger lobte sein Team für die hohe Moral in den letzten Wochen. Schließlich holten die Salzburger nach einem Einbruch mit nur einem Sieg in acht Partien zwischen Februar und Anfang April zuletzt wieder zehn Punkte aus vier Matches. Vier Runden en suite ist man ungeschlagen.

Sollte die Austria am Ende doch die Nase vorne haben, hätte man angesichts einer tollen Saison dennoch Grund zur Freude. Bei einem Sieg wäre man jedenfalls der beste Aufsteiger der Drei-Punkte-Ära. 2011/12 holte die Admira 55 Zähler, Grödig könnte die 56-Punkte-Marke erreiche. "Für Emotionen wird wohl erst nach dem Spiel in Innsbruck Zeit sein", betonte Hütter, der medial nach wie vor als Nachfolger Roger Schmidts bei Meister Salzburg gehandelt wird, bisher aber eisern schwieg.

Die restlichen, letztendlich bedeutungslosen Partien sind Meister Salzburg gegen WAC, Ried gegen Rapid und Wr. Neustadt gegen Admira.