Erstellt am 03. Februar 2015, 14:13

Bundesliga-Transferzeit ging unspektakulär zu Ende. Eine der turbulentesten Transferperioden in der Geschichte der Fußball-Bundesliga ist am Montag um Mitternacht unspektakulär zu Ende gegangen.

Am letzten Tag des Transferfensters kam es im österreichischen Oberhaus nur zu zwei Neuverpflichtungen. Aufsteiger Altach holte Darko Bodul von Odense, Abstiegskandidat Wiener Neustadt engagierte Sebastian Wimmer leihweise von der Austria. Insgesamt sind die Trainer mit der Wechselperiode durchaus zufrieden.

  • Der überlegene Tabellenführer Salzburg musste den Brasilianer Alan schweren Herzens ziehen lassen. Mit dem Abgang von Mittelfeld-Regisseur Kevin Kampl hatte man im Gegensatz zu jenem des Stürmers schon rechnen müssen. Ex-Sturm-Stürmer Marco Djuricin und das japanische "Toptalent" Takumi Minamino sollen die Lücken schließen.

  • Bei Sturm Graz sollen der zurückgekehrte Ex-Austrianer Roman Kienast und Bright Edomwonyi den Abgang des elffachen Herbst-Torschützen Djuricin vergessen machen. Dazu wurde für die Offensive auch noch das 18-jährige Schalke-Talent Donis Avdijaj geholt.

  • Umtriebig am Transfermarkt war auch die Wiener Austria, die nach dem Abgang von Top-Angreifer Omer Damari nach Leipzig aber auch handeln musste. Philipp Zulechner soll bei den "Veilchen" zu alter Stärke zurückfinden, der von Kapfenberg geholte Ronivaldo sein Talent zeigen. Große Erwartungen werden in Raphael Holzhauser gesetzt, der im Mittelfeld eine tragende Rolle einnehmen soll. Trainer Gerald Baumgartner freut sich auch über die Verpflichtung des tschechischen Abwehrtalents Patrizio Stronati. Auf der anderen Seite wurden abgesehen von Damari nur Spieler aus der zweiten Reihe abgegeben.

  • Ebenfalls den Topstürmer verlor Grödig mit Yordy Reyna. Die Baur-Truppe erwischte es damit wohl am schlimmsten, war doch das ganze Spiel auf den von Salzburg ausgeliehen gewesenen Peruaner zugeschnitten. "Sicher tut es weh, wenn man sieht, dass die Mannschaften, die in unserer Nähe sind, Spieler holen, die wir uns nicht leisten können und wir Yordy hergeben.

  • Das dividiert sich ein bisschen auseinander, trotzdem wollen wir nicht jammern", resümierte Grödigs Trainer Michael Baur. Dank der guten Kontakte nach Salzburg konnte mit Lucas Venuto neuerlich ein Red-Bull-Talent ausgeliehen werden.

  • Der fünfte Verein, der im Angriff einen Verlust hinnehmen musste, ist Schlusslicht Wiener Neustadt. Der erst fürs Herbstfinish geholte Stefan Maierhofer gab wie erwartet nur ein Kurz-Gastspiel, ihn soll der Schwede Philip Hellquist ersetzen. Ebenfalls das Offensivspiel beleben soll Dominik Hofbauer.

  • Abstiegskonkurrent Nummer eins, Admira Wacker Mödling, versuchte mit Lukas Grozurek und Toni Vastic zwei Kicker für die Offensive zu holen, die schon Bundesligaerfahrung haben, zuletzt aber bei ihren Ex-Clubs wenig zum Einsatz kamen. Zudem verstärkt auch Konstantin Kerschbaumer den Konkurrenzkampf im Mittelfeld.

  • Ziemlich ruhig verlief die Transferzeit beim restlichen Liga-Quartett. Der Dritte Altach verstärkte sich mit dem Ex-Barcelona-B-Team-Kicker Marti Riverola. Am letzten Transfertag wurde auch noch die Stürmerrochade Bodul für Darijo Pecirep vollzogen.

  • Der Achte Ried hat mit Petar Filipovic und Ex-WAC-Kicker Michele Polverino zwei neue Spieler im Kader. Weg ist nur Vastic. Salzburg-Verfolger WAC sicherte sich nur die Dienste von Stürmer Herve Oussale aus Burkina Faso. Eine völlig ruhige Transferperiode hat Rekordmeister Rapid hinter sich. Der einzige Abgang von Grozurek wurde nicht kompensiert.

Laut offiziellen Bundesliga-Angaben haben die zehn österreichischen Oberhaus-Clubs in der abgelaufenen Winter-Transferzeit insgesamt 37 Spieler unter Vertrag genommen. Die Vereine der Erste Liga holten 31 neue Kicker. Damit gab es 68 Jänner-Verpflichtungen im österreichischen Profi-Fußball, was ein Rekordhoch der vergangenen fünf Jahre bedeutet.