Erstellt am 24. Mai 2016, 10:24

von APA/Red

Mehr Gerechtigkeit bei Schulfinanzierung. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) spricht sich für eine Verteilung von Mitteln für zusätzliche Fördermaßnahmen an Schulen nach einem Sozialindex aus.

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Ein solcher "Chancen-Index" setze punktgenau an den Standorten und somit in den Klassen an. "Dies bedeutet Chancengerechtigkeit für alle", so Hammerschmid.

"Chancen-Index" wird von den meisten Befürwortern mittlerweile statt des Worts Sozialindex verwendet. Es bedeutet, dass die Finanzierung von Schulen bzw. die Finanzierung bestimmter Aufgaben an Schulen anhand von Faktoren wie Bildungsstand, Beruf und Einkommen von Eltern bzw. Migrationshintergrund und andere Erst- bzw. Umgangssprache als Deutsch erfolgen soll. Je nach Modell hat dies einen bestimmten Einfluss auf die Zahl der Lehrer an den Standorten bzw. die Ausstattung mit Unterstützungspersonal wie Sozialarbeiter oder Psychologen.

Derzeit erfolgt die Finanzierung von Schulen im Wesentlichen lediglich anhand der Zahl der Schüler am jeweiligen Standort. Dazu gibt es noch Zuschläge für Aufgaben wie Sprachförderung bei einer hohen Anzahl an Schülern mit Sprachproblemen. Faktoren wie die soziale Zusammensetzung spielen dagegen keine Rolle.