Erstellt am 09. April 2014, 06:04

Chelsea im CL-Halbfinale, Real wankte in Dortmund. Real Madrid und Chelsea haben am Dienstag den Einzug ins Halbfinale der Fußball-Champions-League geschafft.

Während die Londoner nach dem 1:3 im Hinspiel mit dem 2:0-Heimsieg über Paris St. Germain die Trendwende schafften, blieb das "Wunder von Dortmund" aus: Der BVB verpasste gegen Real nach dem 0:3 im Hinspiel beim 2:0 die Sensation aber nur hauchdünn.

In Dortmund schien zu Beginn für Real, das nach Revanche für das 1:4 im Halbfinale des Vorjahrs lechzte, alles nach Plan zu laufen. Mit einem gehaltenen Elfer von Angel di Maria hielt BVB-Goalie Roman Weidenfellner aber die Mini-Hoffnungen der Deutschen in der 17. Minute am Leben, Reus befeuerte diese wenig später sogar mit der Führung: Einen schweren Abwehrpatzer Pepes nutzte der 24-jährige perfekt aus, ließ Goalie Casillas stehen und schoss zum verdienten 1:0 ein (24.).

Kurz davor hatte Henrich Mchitarjan schon eine Riesenchance vergeben (19.), kurz danach war Manuel Friedrich per Kopf knapp dran (32.). Reus war es dann auch, der nach einer neuerlichen defensiven Nachlässigkeit der Gäste Lewandowskis Stangen-Abpraller zum 2:0 verwertete (34.) und 65.829 Zuschauer im ausverkauften Signal Iduna Park noch vor der Pause völlig aus dem Häuschen brachte.

Real, das den angeschlagenen Ronaldo auf der Bank sitzen ließ, erwachte erst nach dem Seitenwechsel. Die bis dahin beste Chance der Gäste vergab nach fast einer Stunde Gareth Bale, dessen Ball knapp am langen Eck vorbei ging (59.). Kurz darauf klärte Mats Hummels in höchster Not gegen Karim Benzema (60.). Doch Dortmund blieb dran, auf der Gegenseite traf Mchitarjan die Stange (65.) und scheiterte nur zwei Minuten später an Casillas. Als kurz darauf Reus neuerlich am Tormann scheiterte, schien BVB-Trainer Jürgen Klopp der Verzweiflung nahe. Eine starke kämpferische Leistung des Vorjahrsfinalisten blieb schließlich unbelohnt.

Auch Chelsea, das in der ersten halben Stunde noch viel Mühe gehabt hatte, ins Spiel zu finden, schöpfte nach dem 1:3 bei PSG durch das 1:0 von Andre Schürrle in der 32. Minute wieder Hoffnung. Die Londoner wären durch den für den angeschlagenen Eden Hazard eingewechselten Deutschen zu Beginn der zweiten Hälfte fast 2:0 in Führung gegangen (52.), kurz darauf setzte auch Oscar den Ball an die Latte (54.).

PSG blieb in der ersten Stunde in der Offensive ein laues Lüfterl, machte es den überlegenen Londonern hinten aber weiterhin schwer. Mit Fortdauer kamen aber auch die Pariser zu Chancen, Edinson Cavani (72., 77.) und Maxwell (76.) vermochten ihre guten Möglichkeiten jedoch nicht zu verwerten. Den Paukenschlag lieferte dann drei Minuten vor dem Ende der eingewechselte Demba Ba mit dem 2:0, das zugleich den ersten Einzug von PSG ins Semifinale der Königsklasse seit 1995 verhinderte.