Erstellt am 30. Juni 2015, 10:47

von APA Red

Chile steht im Copa America-Finale. Gastgeber Chile hat das Finale der Copa America erreicht. Die Chilenen setzten sich am Montag im Nationalstadion von Santiago de Chile mit 2:1 (1:0) gegen Peru durch.

 |  NOEN, APA (epa)

Zum Matchwinner avancierte Stürmer Eduardo Vargas mit einem Doppelpack (42., 64.). Teamkollege Gary Medel traf dazwischen ins eigene Tor (60.). Im Endspiel treffen die Chilenen entweder auf Favorit Argentinien oder Paraguay.

Chile steht zum dritten Mal nach 1979 und 1987 im Copa-Finale. Den Titel hat "La Roja" beim südamerikanischen Kontinental-Turnier aber bisher noch nie geholt. In den 50er-Jahren, als das Turnier noch im Ligaformat ausgetragen wurde, hatten die Chilenen zweimal Platz zwei belegt. Nun kann ihnen die "Goldene Generation" um Arturo Vidal und Alexis Sanchez den ersten großen Titel bescheren.

Im Halbfinale war aber keiner der großen Stars, sondern Vargas die entscheidende Figur. Der 25-Jährige, der in der vergangenen Saison für die Queens Park Rangers spielte und schon in der Gruppenphase zweimal getroffen hatte, erzielte beide Treffer - den zweiten per Weitschuss von knapp außerhalb des Strafraums. "Mein zweites Tor hat mir besser gefallen", sagte Vargas. "Ich habe Distanzschüsse geübt. Gott sei Dank hat es funktioniert."

Bis zur 20. Minute spielten die Peruaner, bei denen Salzburg-Stürmer Yordy Reyna auf der Bank saß, stark auf. Dann musste Eintracht-Frankfurt-Legionär Carlos Zambrano aber nach einem Tritt in den Rücken von Charles Aranguiz mit Rot vom Platz. Fortan bestimmte Chile das Spiel. "Wenn wir Elf gegen Elf gespielt hätten, wäre das eine andere Geschichte gewesen", meinte Perus Stürmerstar Paolo Guerrero.

Die Chilenen wirkten aber lange Zeit nicht so dominant und ballsicher wie im bisherigen Turnierverlauf. "Wir waren ängstlicher und viel nervöser als in den vorangegangen Spielen. Bei uns zu Hause das Finale der Copa zu erreichen, war einerseits ein Traum, anderseits auch eine Pflicht", begründete Chiles argentinischer Teamchef Jorge Sampaoli. Nun gebe es einen neuen Traum, erklärte Sampaoli. "Den Titel zu gewinnen." Im 37. Anlauf wäre es für Chile eine Premiere.

Im Finale nicht mithelfen kann Gonzalo Jara. Der Verteidiger vom FSV Mainz hatte im Viertelfinale gegen Uruguay (1:0) mit einem unsittlichen Griff ans Gesäß von Edinson Cavani einen Platzverweis des Stürmerstars von Paris St. Germain provoziert. Jaras Sperre wurde vom südamerikanischen Verband (CONMEBOL) von ursprünglich drei Partien zwar auf zwei reduziert. Im Endspiel muss der 29-Jährige aber dennoch zuschauen.