Erstellt am 02. Mai 2014, 17:09

China eine Nummer zu groß. Österreichs Tischtennis-Nationalmannschaft der Herren hat bei den Team-Weltmeisterschaften in Tokio wie vor zwei Jahren in Dortmund Rang fünf belegt.

Und wie 2012 wurde im Viertelfinale Top-Favorit China zum Stolperstein. Beim diesmaligen 0:3 bot die ÖTTV-Truppe aber eine ausgezeichnete Leistung. Davor hatten Robert Gardos und Co. Griechenland im Achtelfinale mit 3:1 abgefertigt.

Gegen den Vize-Europameister gab Gardos bei seinen Siegen gegen Kalinikos Kreanga und Konstantino Papageorgiou nur gesamt einen Satz ab. Fegerl steuerte ein 3:0 gegen Anastasios Riniotis bei. Nur Daniel Habesohn unterlag, und zwar 1:3 gegen Papageorgiou. Schon da hob Fegerl die Ausgeglichenheit im ÖTTV-Team hervor. "Das gibt uns einige Aufstellungsmöglichkeiten und macht uns für die Gegner schwer ausrechenbar", sagte er.

Gegen die fast unüberwindbaren Chinesen bewiesen die ÖTTV-Asse ihre Klasse, Gardos erarbeitete sich gegen Zhang Jike sogar einen Matchball. Nachdem die Vorhand von Österreichs Nummer eins bei 11:10 im vierten Satz aber knapp die Platte verfehlt hatte, machte der Weltmeister und Olympiasieger die Sache für sich klar.

Habesohn kämpfte wacker gegen Weltranglisten-Zweiten

Im Auftaktmatch hatte sich Daniel Habesohn gegen den Weltranglisten-Zweiten Ma Long trotz eines 0:3 bestens gehalten, jeden Satz verlor der Wiener auf nur zwei Unterschied. Schließlich musste Stefan Fegerl die Überlegenheit des Weltranglisten-Ersten Xu Xin anerkennen. "Man muss die Leistung der Mannschaft loben", resümierte ÖTTV-Cheftrainer Jarek Kolodziejczyk. "Wir haben nur zweimal gegen China verloren, sonst alles gewonnen. Heute waren wir in den ersten beiden Partien gegen China nahezu ebenbürtig."

Österreichs Damen spielen am Samstag (6.00 Uhr MESZ) gegen Kroatien um die Plätze 13 bis 20. Bei einem Sieg wären Liu Jia und Co wie die ÖTTV-Herren auch bei der WM 2016 in Kuala Lumpur fix in der Championship Division dabei.

Regeländerungen durch Weltverband

Der Weltverband (ITTF) beschloss am Rande, dass künftig in WM-Doppel-Konkurrenzen (inkl. Mixed) Kombinationen aus zwei Verbänden zulässig sind. Pro Land dürfen aber nur noch zwei Doppel antreten. Die ITTF folgte damit einem Antrag Chinas und der Athletenkommission. Zudem dürfen Spitzenverbände maximal jeweils fünf Damen und Herren im Einzel melden, kleinere Länder ohne Top-100-Spieler nur drei. Bei der Team-WM 2016 dürfen nur noch jeweils 96 Mannschaften teilnehmen.