Erstellt am 06. April 2014, 17:29

Davis-Cup: ÖTV-Team verliert 1:4. Österreichs Davis-Cup-Team hat sich mit einem Sieg und einer Niederlage am Sonntag aus Bratislava verabschiedet.

Gerald Melzer  |  NOEN, EXPA/MICHAEL GRUBER (APA)
In den bedeutungslosen Singles nach dem 0:3-Zwischenstand setzte sich Andreas Haider-Maurer gegen Norbert Gombos mit 7:6(5),7:5 durch, danach unterlag Debütant Gerald Melzer dem Slowaken Lukas Lacko mit 6:4,3:6,2:6. Die Gastgeber gewannen den Länderkampf mit 4:1.

"Sicher ist die Spannung heraußen. Aber egal, ob dead-rubber oder nicht, man will die Partie gewinnen, es ist nicht nur eine Sparringpartie", versicherte Haider-Maurer, der sich für die kommenden Aufgaben Selbstvertrauen geholt hat. Der seit kurzem 27-jährige Niederösterreicherflog noch am Sonntag zu einem Sandplatz-Challenger nach Mersin in der Türkei weiter. "Das ist die letzte Woche, die für mich für Paris noch zählt", erklärte Haider-Maurer, der mit einem sehr guten Ergebnis durch ein verbessertes Ranking noch in den Hauptbewerb der French Open rutschen könnte. "Ich werde drum kämpfen, auch wenn das nicht die perfekte Vorbereitung war."

Für den Rest des Jahres hat sich "AHM" die Rückkehr in die Top 100 vorgenommen, als Fernziel wünscht er sich und traut er sich auch den erstmaligen Vorstoß in die Top 50 zu. "Das ist auf jeden Fall realistisch. Ich denke, dass ich mich dort auch eine Zeit halten könnte." Aktuell ist Haider-Maurer Nummer 108.

"Eineinhalb Sätze gut gespielt, dann ist der Faden gerissen"

Für den vier Jahre jüngeren Melzer, den kleinen Bruder von Jürgen, hatte das Debüt eigentlich nach Wunsch begonnen. Am Ende konnte der Niederösterreicher zur weiteren Resultatsverschönerung nicht beitragen. "Grundsätzlich hätte ich mein Debüt lieber gespielt, wenn wir schon gewonnen hätten. Ich habe versucht, es zu genießen, und eineinhalb Sätze gut gespielt, dann ist der Faden gerissen", sagte Melzer, der sich in den kommenden Wochen bei drei Challengern auf grünem Sand für das große Ziel French-Open-Qualifikation vorbereitet.

Dominic Thiem reist übrigens ebenso wie Jürgen Melzer, der nach seiner langen Verletzungspause wieder einsteigt, nach Monte Carlo. Der ältereMelzer kann ja aufgrund seines "protected-rankings" als Nummer 23 ins Turniergeschehen einsteigen, Thiem muss in die Qualifikation (ab Samstag). Der Hauptbewerb beginnt bereits am Palmsonntag.