Erstellt am 04. April 2014, 20:28

Davis-Cup-Team in der Slowakei 0:2 zurück. Österreichs Davis-Cup-Team ist nach dem ersten Tag des Länderkampfs gegen die Slowakei in der Euro-Afrika-Zone I (2. Runde) mit 0:2 im Hintertreffen.

Nach der Viersatz-Niederlage von Dominic Thiem verlor danach auch Andreas Haider-Maurer. Der Niederösterreicher musste sich Lukas Lacko am Freitag in Bratislava nach 2:58 Stunden mit 6:7(3),6:4,6:4,2:6,3:6 geschlagen geben. Damit steht Österreich vor dem Doppel am Samstag mit dem Rücken zur Wand und muss alle drei ausstehenden Spiele gewinnen. Im Falle einer Niederlage trifft das ÖTV-Team im September auf Lettland.

Jungstar Dominic Thiem verlor am Freitag in der Aegon-Arena in Bratislava seine Premiere im ÖTV-Davis-Cup-Team gegen Norbert Gombos mit 4:6,6:3,3:6,4:6. Im Duell zweier Debütanten setzte sich der im Ranking um 85 Plätze hinter Thiem liegende Gombos nach 2:27 Stunden durch.

Enttäuschung ist sehr groß

Thiem war als Nummer 79 gegen die Nummer 164 als Favorit auf den Platz gegangen. Doch der schnelle Hartplatz und - wie Thiem auch erklärte - der flache Absprung der Bälle lagen Gombos besser. "Die Enttäuschung ist sehr groß. Aber er hat ein gutes Match gespielt und ich habe jetzt nicht verloren, weil ich einen gravierenden Fehler gemacht habe", sagte Thiem und ergänzte, "ich habe natürlich ein paar kleine Chancen, die das Match hätten wenden können, nicht genützt."

Der überraschend konstant und zwischen 190 und 220 km/h aufschlagende Gombos erwies sich mehr als nur ein "Jolly Joker" im Team der Gastgeber. Lediglich im vierten Satz, den Sieg vor Augen, wackelte Gombos. "Da hat er einen kleinen Hänger gehabt, wo ich bei 3:4, 15:40 zweimal seinen ersten Aufschlag returniere. Da muss ich einen davon machen, sonst habe ich auch nicht verdient, das Match zu gewinnen", sagte der 20-jährige Niederösterreicher selbstkritisch. In dieser Phase musste auch sein Schläger daran glauben. "Das wird jetzt eine Zeit lang nicht passieren, aber es hat einfach sein müssen."

Ausreden von wegen großer Druck, Nervosität oder eben auch die seltenen Auftritte auf schnellem Belag in einer Halle wollte er nicht gelten lassen. "Es war das ganze Match so, dass ich ihn viel zu wenig unter Druck gesetzt habe. Ich bin nicht dazu gekommen, ihn in Bedrängnis zu bringen. Er war immer in der Offensive und hat keine Fehler in spielentscheidenden Situation gemacht."

Was ihm aber schwer gefallen sei, war es, mit dem flachen Absprung umzugehen. "Ich spiele gern mit einem hohen Spin, und der hat da keine Wirkung. Aber ich habe eine Woche Zeit gehabt, mich darauf einzustellen und hab' es nur bedingt geschafft."

Gewohnt kritisch zeigte sich auch Thiem-Coach Günter Bresnik. "Er hat zu schwach returniert. Bis Ende des vierten Satzes hat er da kein Rezept gewusst. Von den zweiten Aufschlägen hat er zu wenige ins Feld gespielt und war von hinten zu wenig aggressiv", sagte der frühere Davis-Cup-Kapitän. Thiem müsse diese Niederlage nun schnell verdauen. "Ich hoffe, dass der Davis Cup am Sonntag noch am Leben ist", erklärte Bresnik.