Erstellt am 07. Juli 2014, 20:26

von APA/Red

Deutsche Alpinistin in den Tod gestürzt. Eine 74-jährige Alpinistin aus Deutschland ist laut Salzburger Bergrettung im Grenzgebiet von Salzburg und der Steiermark tödlich abgestürzt.

 |  NOEN, Stefan Obernberger

Die Pensionistin war am Sonntag nach einer gemeinsamen Wanderung mit zwei Freundinnen nicht zum vereinbarten Treffpunkt zurückgekehrt. Am Montag wurde die Vermisste von Bergrettern unterhalb der Engelkarspitze (2.518 m) auf steirischer Seite gefunden.

Die Suchaktion nach der Frau, die aus Kößlarn im niederbayerischen Landkreis Passau stammen soll, ist bereits am Sonntag gestartet worden. 15 Bergretter aus Schladming durchkämmten mit Unterstützung eines Polizeihubschraubers aus Salzburg das Gebiet Giglachseen-Znachsattel nach der 74-Jährigen.

30 Bergretter waren an Suchaktion beteiligt

Der Einsatz wurde in der Nacht unterbrochen und am Montag in der Früh fortgesetzt. 30 Bergretter aus dem Lungau beteiligten sich an der groß angelegten Suchaktion. Laut Bergrettung standen zwei Polizeihubschrauber aus Salzburg und Graz im Einsatz. Abgesucht wurde auch das Hintere Weißpriachtal im Lungau.

Die Lungauer Bergretter als auch das Hubschrauber-Team seien am Montag um die Mittagszeit fündig geworden, so die Bergrettung. Für die Pensionistin kam jede Hilfe zu spät. Sie war beim Abstieg von der Engelkarspitze in Richtung Giglachsee-Hütte, wo sie mit ihren Freundinnen einquartiert war, abgestürzt und hatte dabei tödliche Verletzungen erlitten.

Von der Hütte aus waren die drei Freundinnen am Sonntag zur Wanderung auf den Znachsattel aufgebrochen. Dort trennten sie sich, da die 74-Jährige noch auf die Engelkarspitze aufsteigen wollte. Die zwei Begleiterinnen warteten indes im Bereich des Znachsattels. Vom Gipfel erhielten sie dann noch einen Anruf ihrer Kameradin.

Danach sahen sie die Frau noch über den Grat absteigen. Weil sie aber nicht zurückkehrte, schlugen die besorgten Begleiterinnen bei Giglachsee-Hüttenwirt und Bergrettungsmann Helfried Sieder Alarm.