Erstellt am 30. Dezember 2014, 11:29

von APA/Red

Die Erde bebte heuer 800 mal in Österreich. In Österreich hat die Erde im Jahr 2014 800 mal gebebt, 45 dieser Erdstöße wurden von der Bevölkerung auch gespürt, sechs weitere wurden hierzulande wahrgenommen, obwohl sie jenseits der Grenze auftraten.

Insgesamt wurden vom Stationsnetz des ZAMG-Erdbebendienstes 8.800 seismische Ereignisse weltweit registriert, so die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik am Dienstag. Die Zahl der gefühlten Beben war 2014 damit etwas geringer als in den Vorjahren. Besonders im zweiten Halbjahr gab es vergleichsweise weniger fühlbare Erdbeben. Die Zahl der Stöße 2014 lag aber immer noch leicht über dem langjährigen Durchschnitt, bezogen auf den Zeitraum seit dem Jahr 2000.

In Niederösterreich ereigneten sich dieses Jahr 17 gefühlte Beben, zwölf in der Steiermark, sieben in Kärnten, sechs in Tirol und jeweils eines in Oberösterreich, Vorarlberg und im Burgenland. In Salzburg und in Wien wurden nur Beben aus umliegenden Regionen verspürt. Tirol hatte in der Vergangenheit stets die Statistik angeführt, wies aber heuer um rund 50 Prozent weniger gefühlte Beben auf als in den vergangenen zehn Jahren.

Von den Erdbeben aus dem benachbarten Ausland wurde eines aus Südtirol in Teilen Tirols deutlich verspürt. Ein Beben aus Ungarn sowie zwei leichte Erdbeben aus Bayern wurden ebenfalls in Österreich wahrgenommen. In Kärnten und der Steiermark konnten außerdem zwei Beben mit Epizentrum in Slowenien von der Bevölkerung gefühlt werden.

Das stärkste Beben des Jahres ereignete sich am 17. April in Kindberg: An diesem Tag wurde von den Menschen eine Serie von drei Erdstößen wahrgenommen. Der Hauptstoß erreichte eine Magnitude von 4,1. Einige Personen berichteten über entstandene Haarrisse im Verputz und umgefallene Gegenstände. Die Intensität erreichte fünf Grad (EMS-98), sie beschreibt die Auswirkungen eines Bebens an der Erdoberfläche.