Erstellt am 24. November 2014, 11:41

Die meisten Euro-Fälschungen gibt es in Wien. 44,7 Prozent der gefälschten Euro-Banknoten, die im vergangenen Jahr in Österreich aufgetaucht sind, wurden in Wien aus dem Verkehr gezogen.

Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hervor. Insgesamt wurden 2013 im Bundesgebiet 8.193 gefälschte Euro-Scheine im Nennwert von 582.350 Euro sichergestellt.

Bei rund 40 Prozent der "Blüten" handelte es sich um 100-Euro-Noten. Die am zweithäufigsten gefälschte Banknote war der 50er mit 32 Prozent. In der Bundesländerstatistik lag 2013 Tirol an zweiter Stelle. Dort wurden 13,4 Prozent bzw. 1.095 imitierte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. In Niederösterreich waren es 11,3 Prozent bzw. 923 Stück, in der Steiermark 6,8 Prozent (560 Stück) und in Salzburg ebenfalls 6,8 Prozent (557 Stück). In Oberösterreich wurden 540 bzw. 6,6 Prozent der imitierten Euro-Scheine sichergestellt, in Kärnten 481 bzw. 5,9 Prozent, in Vorarlberg 240 (2,9 Prozent) und im Burgenland 137 (1,7 Prozent).

Der Falschgeld-Anteil ist in der Relation zum gesamten Bargeld-Umlauf verschwindend gering. Nach Angaben der Nationalbank waren in Österreich rund 500 Millionen Euro-Banknoten in Umlauf. Im ersten Halbjahr 2014 wurden laut Nationalbank 3.624 imitierte Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 212.950 Euro sichergestellt, fast gleich viele wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Deren Gesamt-Nennwert von 212.950 Euro bedeutete hingegen ein Minus von rund 20 Prozent. Der Schwerpunkt des Falschgeld-Aufkommens lag mit 30 Prozent wieder im Großraum Wien.