Erstellt am 29. Juni 2015, 06:33

von APA Red

Donauinselfest knackte Besucherrekord. Das 32. Wiener Donauinselfest bescherte dem Veranstalter - der Wiener SPÖ - rund dreieinhalb Monate vor der Wien-Wahl ein All-Time-High: An den insgesamt drei Festival-Tagen wurden 3,3 Mio. Besucher (genaugenommen Besuche, da Mehrfacheintritte darin enthalten sind) registriert. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 2013.

 |  NOEN, APA

Damals waren 3,2 Mio. Menschen gezählt worden. Ebenfalls erfreulich: Laut einem Sprecher wird die 32. Ausgabe nicht nur als das bis dato bestbesuchte, sondern auch als eines der friedlichsten Donauinselfeste in die Annalen eingehen. Nennenswerte Zwischenfälle sind laut den Einsatzkräften nicht verzeichnet worden. Am heutigen Finaltag strömten bei idealem Sommerwetter insgesamt eine Million Menschen über das Gelände.

Musikalisch stand mit Christina Stürmer am Sonntag ein Stammgast im Mittelpunkt. Dass ihr Konzert auch als eine Art Bilanz bewertet werden konnte, hat damit eher wenig zu tun, sondern vielmehr mit ihrer jüngsten Veröffentlichung. Kürzlich ist ihr neues Best-Of-Album "Gestern.Heute" erschienen. Auf diesem sind jene Nummern versammelt, die beim Publikum stets am besten ankommen, hat die Oberösterreicherin zuletzt im APA-Gespräch erläutert.

Vor Zehntausenden enthusiastischen Fans machte sie am Sonntagabend quasi die Probe aufs Exempel. Und, das war zu erwarten, es funktionierte blendend. Stürmer-Klassiker wie "Millionen Lichter", "Wir leben den Moment", "Ich lebe" oder "Volle Kraft voraus" fungierten als Mitsing-Hymnen. Der neue Song "Was wirklich bleibt" gefiel jedoch ebenfalls sichtlich.

"Unfassbar das ist so megageil, Wahnsinn", lobte Stürmer die Kulisse. Man habe sich auf den Abend gefreut wie die Kinder vor dem Weihnachtsbaum, versicherte die Sängerin, die 2003 zum ersten Mal die Insel rockte.

Doch schon vor dem Hauptact war auf und vor der großen Festbühne, die am Sonntag von Ö3 bespielt wurde, Party angesagt. Sheppard aus Australien waren da, der deutsche DJ Robin Schulz und natürlich die Makemakes. Madcon, das Norwegische Duo mit afrikanischen Wurzeln brachte die Massen buchstäblich zum Hüpfen. "Kapricon" Tshawe Baqwa und "Critical" Yosef Wolde-Mariam Simple mischten simple Aufforderungen wie "Everybody: Springen!" mit flotten Klängen aus den Kategorien Pop, Elektro und Dancehall.

Welthits wie "Beggin" und "Glow" - das schon beim Song Contest 2010 in Norwegen für europaweiten Formationstanz sorgte - wurden bejubelt. Das massenhaft fröhliche Gewippe bei lauen Open-Air-Temperaturen freute die Gäste aus dem Norden sichtlich: "Vienna, we can feel your love!"

Den Part "deutscher Rap am Finaltag", den voriges Jahr Pandamann Cro innehatte, übernahmen heuer OK Kid auf der FM4-Bühne. Knallvoll war es auch dort. "Herzallerliebstes Wien, können wir bitte eure Hände oben sehen", ersuchten die im Gegensatz zu Cro maskenlosen Musikanten höflichst um Teilnahme, wobei der Wunsch umgehend erfüllt wurde. Nach den Kids war auf der FM4-Stage technoide DJ-Klänge mit Fritz Kalkbrenner angesagt.