Erstellt am 14. Januar 2015, 12:05

von APA Red

Drei Monate wegen Tierquälerei. Weil sie aus Langeweile im vergangenen August im Lainzer Tiergarten junge Wildschweine angelockt, gequält und getötet haben sollen, sind Mittwochmittag zwei Jugendliche im Bezirksgericht Favoriten verurteilt worden.

Die Burschen, die kurz vor dem Tatzeitpunkt 14 Jahre alt geworden sind, wurden - nicht rechtskräftig - zu drei Monaten bedingter Haft und einer Psychotherapie verurteilt.

Vorsatz "gemma Wildschweine umbringen"

Vier weitere Buben, die bei den Vorfällen dabei gewesen sein sollen, waren zum Tatzeitpunkt noch nicht strafmündig und sagten als Zeugen vor Gericht aus. Für Richterin Ulrike Fehringer kam eine Diversion nicht infrage. Die Art der Tat und das mehrmalige Hingehen in den Lainzer Tiergarten sei "kein Lausbubenstreich" gewesen.

Laut Zeugenaussage sei das Sextett mehrmals mit dem Vorsatz "gemma Wildschweine umbringen" in das Jagdgebiet gegangen, wie der mittlerweile 14-jährige Freund der Beschuldigten vor Gericht aussagte.

Den Burschen wurde das Quälen eines Tieres, mutwilliges Töten eines Tieres und der Eingriff in ein fremdes Jagd- und Fischereirecht vorgeworfen. Die beiden Angeklagten müssen der Stadt Wien zudem einen Schadenersatz von 1.633,87 Euro bezahlen.