Erstellt am 11. Juni 2014, 14:16

Drei "Nachbar in Not"-Millionen nach Hochwasser. Die Aktion "Nachbar in Not" hat bisher drei Millionen Euro für die Hochwasseropfer in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien gesammelt. Das gab der ORF am Mittwoch in einer Aussendung bekannt. Die Aktion ist am 20. Mai angelaufen, nachdem Hunderttausende Menschen ihre Häuser verlassen mussten und rund eine Million von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten waren.

Die Soforthilfe der "Nachbar in Not"-Organisationen sei nach wie vor im Gang, hieß es. Sie verteilen Lebensmittel, Trinkwasser, Hygieneartikel und Babynahrung. Parallel dazu helfe "Nachbar in Not" bei der Sanierung der Häuser und der Wiederherstellung der Landwirtschaft. ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz: "Drei Millionen Euro private Spenden in kürzester Zeit sind für die traumatisierten Menschen auch ein starkes Zeichen, dass sie nicht alleine dastehen, sondern dass es Nachbarn gibt."

Besonders stark betroffen von den Folgen des Hochwassers seien Bauern, denn zum Verlust des Viehs komme, dass wegen der Überschwemmungen ein totaler Ernteausfall befürchtet werden müsse, so "Nachbar in Not". Die Hilfsorganisationen wollen in den kommenden Wochen gezielt mit landwirtschaftlichen Geräten, Verteilung von Saatgut, Kleinvieh und Viehfutter, aber etwa auch dem Wiederaufbau zerstörter Glashäuser helfen. Dazu kommt laut Sissy Mayerhoffer, Leiterin des ORF-Humanitarian-Broadcasting, der Wiederaufbau von Häusern und Schulen.

"Nachbar in Not" ist die Hilfsplattform von Arbeiter-Samariter-Bund, CARE, Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Maltesern, Österreichischem Roten Kreuz und Volkshilfe. Der ORF unterstützt die Aktion in allen seinen Medien.