Erstellt am 07. Mai 2014, 12:38

Duelle im HLA-Semifinale versprechen Brisanz. Mit den Semifinal-Serien geht die Handball-Liga Austria am Freitag (19.00 Uhr) in seine spannendste Saisonphase.

Die Duelle versprechen Brisanz. Einerseits rittern Westwien und die Fivers in zumindest zwei Wiener Derbys um ein Finalticket, andererseits möchte Außenseiter Krems nach Rekordmeister Bregenz im "best of 3" mit Titelverteidiger Hard auch den zweiten Vorarlberger Club ausschalten.

Westwien gegen Fivers gab es in dieser Saison inklusive Cup bereits sechsmal, wobei ein Match nicht beglaubigt und wiederholt werden musste. Aus den verbleibenden fünf Begegnungen steht es bei einem Remis 2:2, also total ausgeglichen. Die Westwiener haben den gewissen Bonus, ein eventuelles drittes Match daheim austragen zu können. Club-Manager und Flügel Konrad Wilczynski sieht bei einem Derby darin aber nicht wirklich einen Vorteil.

"Das sind die Spiele, für die man lebt"

"Die Chancen sind 50 zu 50", erklärte der 32-Jährige am Mittwoch in Wien bei einer HLA-Pressekonferenz. Er wird wie sein Teamkollege Patrick Fölser seine Karriere nach dieser Saison beenden. Auch für den 37-jährigen Kreisläufer bietet sich demnach nun ein toller Ausklang seiner Laufbahn. "Das sind die Spiele, für die man lebt", meinte Fölser. "Ich hoffe, dass auch die Zuschauer honorieren, dass zwei Wiener Clubs im Halbfinale stehen."

Die Fivers WAT Margareten gehen vor allem wegen ihres Personalstatus positiv gestimmt in die Auseinandersetzung mit dem Lokalrivalen. Seit dem zweiten Match im Viertelfinale gegen Schwaz sind erstmals in diesem Spieljahr alle Kaderspieler fit. Kreisläufer Christoph Edelmüller wertet das Verletzungspech nachträglich als positiven Faktor, haben so doch die Kaderspieler der zweiten Reihe mehr Spielanteile als gewöhnlich erhalten.

"Ich erwarte mir ein offenes Semifinale", sagte der 32-Jährige. Coach Peter Eckl denkt schon einen Schritt weiter: "Wir konzentrieren uns voll und ganz auf den HLA-Meistertitel. Das ist unser großes Ziel." In die Fivers-Vorbereitung platzte die Schock-Nachricht über einen mit Verspätung erkannten Herzinfarkt von Thomas Menzl. Der Manager erlitt auch eine Lungenentzündung, war am Mittwoch laut Verein aber schon auf dem Weg der Besserung.

Genesungswünsche kamen von allen Semifinalisten, auch von Krems. Mit 2:0 in Siegen gegen Bregenz waren die Niederösterreicher der Nutznießer des neu eingeführten Viertelfinales, denn im Oberen Play-off waren sie als Tabellenfünfte außerhalb der Top vier gelegen. "Das hat uns niemand zugetraut", sagte Rückraumspieler Georg Chalupa und wies auf die gute Arbeit von Coach Ivica Belas hin. "Das gibt Selbstvertrauen und Kraft."

Cupsieger Hard weiß, dass die Kremser schon am Freitag im "Ländle" wieder alles riskieren werden. Co-Trainer Thomas Huemer und seine Mannen sind auch gewarnt. "Wir haben ihre Spiele analysiert, haben absoluten Respekt."Ähnlich denkt Coach Markus Burger: "Wir haben bisher vieles richtig gemacht, doch das zählt jetzt nicht mehr. Wir fangen wieder bei Null an. Die Kremser werden richtig Vollgas geben. Das wird eine heiße Kiste."