Erstellt am 04. Juni 2016, 12:23

Ehrenpreis für Senta Berger beim Bayerischen Fernsehpreis. Die 28. Bayerischen Fernsehpreise wurden Freitagabend in München bei einer Gala im Prinzregententheater verliehen.

 |  NOEN, APA (dpa)

 Ehrengast war die Schauspielerin Senta Berger. Die 75-Jährige bekam in diesem Jahr den undotierten Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten für herausragende Verdienste im deutschen Fernsehschaffen.

Bayerns Medienministerin Ilse Aigner (CSU) nannte Berger anlässlich der Verleihung "eine starke Frau, die weiß, was Haltung bedeutet". Als Schauspielerin mit Leidenschaft ziehe sie das Publikum mit ihrer Präsenz in ihren Bann. Berger ist unter anderem bekannt aus TV-Serien wie "Unter Verdacht" und "Kir Royal" sowie aus Kino- und Fernsehfilmen.

Energisch versuchte Berger mit Gesten und einem gar nicht damenhaften Pfiff Ruhe in den Saal zu bringen, was ihr dann auch gelang. Etwas aufgeregt nahm sie ihre Porzellanfigur entgegen und sprach von ihrem ganz besonderen Glück: Eltern, die ihr Talent skeptisch, aber wohlwollend förderten. Und die Möglichkeit, aus ihren Anlagen einen Beruf machen zu dürfen. "Einen Beruf, der viel schöner ist, als ich es als junges Mädchen mir habe vorstellen können", sagte Berger.

Neben dem Ehrenpreis wurden zwölf weitere Auszeichnungen - dem "Blauen Panther" und ein Preisgeld von jeweils 10.000 Euro - an Darsteller, Regisseure und andere Fernsehschaffende verliehen. Dabei standen Filme mit politischem und ernstem Hintergrund im Mittelpunkt. Ausgezeichnet wurde etwa RTL-Chefreporterin Antonia Rados in der Reportage "Nachtjournal Spezial: Die IS Connection", oder die Macher der erfolgreichen Vox-Serie "Club der roten Bänder", in der Jugendliche auf einer Krebsstation ihrer Krankheit mit Humor und Lebensfreude trotzen.

Beste Schauspieler wurden Martin Brambach und Nina Kunzendorf. Brambach hatte drei Mal überzeugt: Als neuer "Tatort"-Kommissar in Dresden ebenso wie in der Serie "Unter Verdacht" und mit seinem Auftritt als zwielichtiger Informant in dem ARD-Drama "Der Fall Barschel". Kunzendorf setzte sich durch mit "Nacht der Angst"über eine Hebamme, die nach einer Geburt verklagt wird.