Erstellt am 20. Januar 2016, 11:38

Ein Viertel der Österreicher führt stressiges Leben. Ein knappes Viertel der Österreicher über 15 Jahren führt ein sehr stressiges Leben. 43 Prozent empfinden den Stress-Pegel als mittelmäßig und 34 Prozent berichteten von einem niedrigen Hektik-Niveau.

 |  NOEN, APA (AFP)

Das stressintensivste Alter ist zwischen 20 und 40, das entspannteste ab 60. Auch 29 Prozent der Berufstätigen, aber nur 15 Prozent der nicht Berufstätigen berichten von hohem Stress.

"Tiefenentspannt kommt wohl kaum jemand durchs Berufsleben", meint Studienleiterin Michaela Löffler. Aber es gibt klare Unterschiede nach Berufsgruppen und Bildung: Den meisten Stress erleben Angestellte oder Beamte ohne Leitungsfunktionen (38 Prozent), nur übertroffen von berufstätigen Studierenden (44 Prozent). Unter Selbstständigen, Freiberuflern und Landwirten erlebt etwa jeder Dritte ein hohes Maß an Belastung. Am wenigsten kommt das unter den Erwerbstätigen bei Arbeitern vor.

Zwar korreliert besonders hoher Stress mit besonders niedriger Kaufkraft und umgekehrt. Aber gleichzeitig sind es sowohl die Befragten mit den niedrigsten, als auch jene mit den höchsten Haushaltseinkommen, die am öftesten von viel Stress berichten.

Mehr Stress korreliert auch mit Unzufriedenheit, egal ob generell, mit der Wohnsituation, der finanziellen Lage, der beruflichen Situation, der Freizeitgestaltung oder den familiären und sonstigen Beziehungen. Dafür entspannt die Ehe: So finden nur 20 Prozent der Verheirateten, dass sie ein hohes Stress-Niveau erleben würden, das ist deutlich geringer als bei allen anderen Familienständen. Doch jene mit Schulkindern erleben öfter hohen Stress als Kinderlose, aber auch häufiger als Befragte mit kleineren oder größeren Kindern.

Unter den Bundesländern fallen übrigens nicht die Wiener, sondern die Burgenländer (31 Prozent) mit den am meisten und die Vorarlberger (17 Prozent) mit den am wenigsten gestressten Leben auf. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Lifestyle Studie der GfK Austria Sozial- und Organisationsforschung mit 4.000 Befragten hervor.