Erstellt am 07. Mai 2015, 12:22

von APA/Red

Polizei wies Duo mehr als ein Dutzend Einbrüche nach. Zwei im März nach einem Einbruch in Saalfelden (Pinzgau) ausgeforschte Einbrecher aus Ungarn haben im Zuge der Ermittlungen nun insgesamt 14 Taten in Salzburg, Niederösterreich und Oberösterreich gestanden.

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Die beiden Männer stiegen von Dezember 2014 bis März 2015 vorwiegend in Hotels und Firmen, in zwei Fällen auch in Ferienhäuser ein. Der Gesamtschaden beläuft sich auf über 100.000 Euro.

Wie die Polizei Salzburg am Donnerstag in einer Aussendung berichtete, ließen die zwei Einbrecher auf ihren Diebeszügen alles mitgehen, was nicht niet- und nagelfest war: Bargeld, Jacken, Messer, Kochtöpfe, Fotokameras, Schuhe, Rucksäcke, Getränke, Handys, Kosmetikartikel und auch zwei Staubsauger. Für seine Tour mietete das Duo Fahrzeuge an - und verwendete dabei ein gestohlenes Kennzeichen.

Der eine Verdächtige wurde am 6. März unmittelbar nach dem Einbruch in Saalfelden ertappt. Sein Komplize wurde kurz darauf in Deutschland ausgeforscht, allerdings erst nach Ausstellung eines EU-Haftbefehls Mitte April nach Österreich überstellt. Beide sitzen derzeit in der Justizanstalt Salzburg in U-Haft.

Passanten schlugen Alarm

Der Fahndungserfolg gebührt auch aufmerksamen Passanten, die damals bei einer Firma das Licht einer Taschenlampe gesehen und Alarm geschlagen hatten. Als die Polizisten eintrafen, flüchtete ein Einbrecher, in dem er von einem Vordach drei Meter in die Tiefe sprang und über einen zwei Meter hohen Zaun kletterte. Wenig später lief ein zweiter Mann aus dem Gebäude und ließ einen Rucksack fallen. Darin befand sich Einbruchswerkzeug wie Bolzenschneider, Schraubenzieher und Geißfuß sowie eine Sturmhaube. Einer der Flüchtigen wurde wenig später unweit des Tatorts gefasst. Sein Komplize ließ sich zunächst mit dem Taxi in seine Wohnung nach Bayern fahren, konnte aber noch in derselben Nacht ausgeforscht werden.