Erstellt am 24. Juli 2014, 05:35

Einigung bei Bahn-KV erzielt. Bei den Eisenbahner-Kollektivvertragsverhandlungen ist es Donnerstagfrüh zu einem Abschluss gekommen. Chefverhandler der Arbeitgeber, Thomas Scheiber.

Mit einer Brutto-Lohnerhöhung von 2,4 Prozent auf alle KV- und Ist-Löhne sowie sozialversicherungspflichtige Nebenbezüge, verbunden mit einem Mindestbetrag von 55 Euro, habe man eine Lösung erzielt, erklärte der 

Diese Lösung sei "sozial gestaffelt" - kleinere Einkommen werden laut Scheiber stärker angehoben - und für den Arbeitgeber "finanziell stemmbar", hieß es weiter. Die Forderung der Gewerkschaft nach einer Netto-Lohn-Erhöhung sei von der Arbeitgeberseite in den Verhandlungen abgewendet worden. Die Vereinbarung tritt nach Angaben von Scheiber mit 1.7. 2014 in Kraft und sei auf ein Jahr abgeschlossen worden.

Keine Ausfälle und Verspätungen im Zugverkehr

Scheiber, auch Obmann des Fachverbands Schienenverkehr, erklärte weiter, dass er über die Einigung mit der Gewerkschaft in dieser Form zufrieden sei. Gleichzeitig erwarte er aber, dass es zu keinerlei Ausfällen oder Verspätungen im Zugverkehr durch Betriebsversammlungen mehr komme, dies sei mit dem Sozialpartner vereinbart worden.

"Besonders erfreulich ist auch, dass in allen verhandelten Eisenbahnkollektivverträgen die ÖGB-Forderung nach 1.500 Euro Mindestlohn jetzt erfüllt ist", erklärte vida-Spitzengewerkschafter und ÖBB-Konzernbetriebsrat Roman Hebenstreit am Donnerstag. "Wir haben unser Ziel erreicht. Reallohnverluste konnten abgewehrt werden. Die Teuerung wurde abgegolten und es konnte für die Eisenbahnbeschäftigten ein nicht unerheblicher prozentueller Anteil an den gestiegenen Unternehmenserfolgen von uns errungen werden", betonte Hebenstreit weiter. Durch die Mindesterhöhung von 55 Euro würden die Gehälter jener Beschäftigtengruppen, die einen Großteil ihres Einkommens für die Dinge des täglichen Lebensbedarfs wie Wohnen und Essen ausgeben müssten, stärker angehoben.

Betriebsversammlungen werden trotzdem abgehalten

Die für Donnerstag in Linz und in der Steiermark angekündigten Betriebsversammlungen werden laut Hebenstreit trotzdem abgehalten. In den kommenden Tagen würden die Beschäftigten zudem in allen Bundesländern detailliert über den KV- und Gehaltsabschluss informiert werden. "Wir werden die Belegschaften auffordern, von ihrem Recht auf Teilnahme an den Betriebsversammlungen mit Verantwortung und Augenmaß Gebrauch zu machen, sodass es nach Möglichkeit zu keinen Verzögerungen für die Fahrgäste kommt", so Hebenstreit.