Erstellt am 08. Mai 2015, 21:55

von APA Red und APA/Red

Österreich verlor gegen WM-Gastgeber Tschechien 0:4. Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft hat am Freitag bei der WM in Prag die dritte Niederlage kassiert.

Die ÖEHV-Auswahl musste sich der hoch favorisierten Auswahl von WM-Gastgeber Tschechien mit 0:4 (0:0,0:3,0:1) geschlagen geben. Die Tschechen um Superstar Jaromir Jagr bestimmten vor 17.383 Zuschauern in der ausverkauften O2 Arena erwartungsgemäß das Spiel und sorgten auch bei den Eishockey-Fans für Feierstimmung am Tag der Befreiung. Ondrej Nemec (32.), Martin Zatovic (39.) und Vladimir Sobotka (40.) sorgten im Mitteldrittel für die Entscheidung.

Österreich lieferte beherzten Abwehrkampf

Die Österreicher, mit Verteidiger Florian Mühlstein statt Florian Iberer und Stürmer Manuel Ganahl statt Manuel Geier, lieferten dem sechsfachen Weltmeister einen beherzten Abwehrkampf. Sie erledigten fast zwei Drittel lang ihre Defensivaufgaben gut und blockten viele Schüsse.

Zudem war der herausragende Torhüter Bernhard Starkbaum bei einigen brenzligen Situationen hellwach. Durch Manuel Latusa (14.) und vor allem Brian Lebler (19.) hatten die Österreicher sogar Riesenchancen auf die Führung, beide scheiterten aber an Torhüter Ondrej Pavelec.

Zu Beginn des Mitteldrittels war Kämpferherz gefragt, das Penalty-Killing funktionierte auch gegen die NHL-Stars Jagr, Voracek und Co. wieder. 4:40 Minuten spielten Heinrich und Co. in Unterzahl, davon 25 Sekunden mit zwei Mann weniger. Das tschechische Powerplay wurde überstanden, der Druck der Gastgeber aber auch nach Ablauf der Strafen nicht geringer.

Schnelle Regeneration ist gefragt

Nemec erlöste schließlich die begeisterten Fans, Zatovic und Sobotka mit zwei Treffern innerhalb von 64 Sekunden entschieden im starken tschechischen Mitteldrittel (22:2-Torschüsse) die Partie.

Ratushny reagierte in der zweiten Pause und ersetzte Starkbaum durch Rene Swette. Nach nur sieben Sekunden und beim ersten Schuss auf sein Tor hatte der KAC-Goalie bei einem Schuss von Kapitän Jakub Voracek gleich das Nachsehen.

Für die Österreicher hieß es danach schnell regenerieren. Rund 22 Stunden nach der Schluss-Sirene geht es gleich gegen Lettland, das im Abendspiel noch gegen Deutschland anzutreten hatte. An das bisher letzte Duell haben die Österreicher gute Erinnerungen, bei der WM 2013 in Helsinki gab es einen 6:3-Sieg - am Ende stand dennoch der Abstieg.