Erstellt am 11. Juni 2014, 17:50

Elf Verletzte nach Kohlenmonoxid-Unfällen in Wien. Elf Personen sind am Dienstag in Wien nach Zwischenfällen mit Gasthermen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Wiener Berufsrettung versorgte insgesamt 14 Personen nach Vergiftungen durch Kohlenmonoxid (CO).

Sechs der stationär behandelten Patienten erlitten schwere Verletzungen, wie Rettungssprecher Ronald Packert am Mittwoch der APA sagte. Er riet zu einer regelmäßigen Wartung von Thermen.

Ein dreijähriger Bub erlitt beim ersten Unfall in Wien-Döbling gegen 16.30 Uhr eine schwere CO-Vergiftung. Eine 30-Jährige und ein 35 Jahre alter Mann wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht, wie auch der "Kurier" in seiner Mittwochausgabe berichtete. Die Einsatzkräfte stellten in der Wohnung in der Heiligenstädter Straße eine hohe Kohlenmonoxid-Konzentration fest, erläuterte ein Feuerwehrsprecher. In der Nachbarwohnung klagte ein 75-jähriger Mann über leichte Atembeschwerden. Er wurde von der Rettung ambulant behandelt.

Wenig später gab es den nächsten Einsatz wegen Kohlenmonoxids in einem Geschäftslokal im selben Bezirk. Eine 64-Jährige wurde in der Reithlegasse durch die Rettung in ein Spital gebracht. Hier dürfte laut Feuerwehr ein Durchlauferhitzer Grund für den Unfall gewesen sein.

Gegen 20.30 Uhr wurde eine 46 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung in der Morelligasse in Floridsdorf ohnmächtig. Angehörige alarmierten die Einsatzkräfte, die Berufsrettung rückte mit dem Katastrophenzug aus. Die Frau kam bei Bewusstsein ins Krankenhaus, auch die beiden weiteren Familienmitglieder im Alter von 51 und 21 Jahren mussten ins Spital. In der Wohnung wurden stark erhöhte CO-Werte gemessen. Auch Nachbarn wurden deshalb evakuiert.

Gleich sechs Patienten gab es schließlich gegen 22.20 Uhr bei einem Kohlenmonoxid-Alarm in der Maria-Theresien-Straße im Bezirk Alsergrund zu behandeln. Auch ein achtjähriges Mädchen war betroffen, sagte Packert. Die Rettung brachte das Kind, die Eltern sowie eine Nachbarin ins Spital, zwei weitere Nachbarn wurden ambulant versorgt.

In allen Fällen werde überprüft, ob die technischen Einrichtungen den Vorschriften entsprochen haben, teilte die Polizei in einer Aussendung mit. Packert empfahl eine regelmäßige Überprüfung von Gasthermen, vor allem bei hohen Lufttemperaturen. Hitze kann dafür sorgen, dass sich in den Rauchfängen sogenannte Luftstoppel bilden und die gefährlichen Gase nicht abziehen. Besonders wichtig ist daher auch regelmäßiges Lüften.