Erstellt am 07. Oktober 2016, 20:41

ÖFB-U21 nach 1:0 auf Färöer auf Weg ins Play-off. Im Endspurt der EM-Qualifikation sind Österreichs U21-Fußballer auf Kurs geblieben.

Werner Gregoritsch traut seiner Truppe viel zu  |  NOEN, APA (Archiv)

Am Freitag feierte die Mannschaft von Werner Gregoritsch einen 1:0-Erfolg auf den Färöern und geht damit am Dienstag als Gruppenzweiter in das abschließende Heimspiel gegen Deutschland, das nach einem 4:3 gegen Russland fix Gruppensieger ist. Die vier besten Zweiten der neun Gruppen lösen ein Play-off-Ticket.

Österreich, das unter anderen Hinspiel-Torschütze Ylli Sallahi, Kapitän Dominik Wydra, Xaver Schlager oder Konrad Laimer bzw. insgesamt zehn Spieler aus verschiedenen Gründen vorgeben musste, siegte durch einen Treffer von Sturm-Graz-Akteur Christian Schoissengeyr (44.). In die Endabrechnung der Gruppenzweiten wird das Resultat aber nicht einfließen. Denn die Färöer sind fixes Schlusslicht, Zähler gegen sie werden daher nicht berücksichtigt.

Letztes Quali-Spiel in St. Pölten

Die ÖFB-Auswahl schließt die Quali für die Endrunde 2017 in Polen am Dienstag (18.00 Uhr) in St. Pölten mit dem Duell mit der DFB-Elf ab. Weil die Deutschen ihr Heimspiel gegen Russland in Ingolstadt mit 4:3 gewannen, steht bereits fest, dass der Gruppensieg und damit das direkte Ticket für die EM-Endrunde für Österreich außer Reichweite ist. Auch ein Sieg im abschließenden, direkten Duell mit Gruppenleader Deutschland am Dienstag in St. Pölten würde daran nichts mehr ändern.

Der Erfolg in Toftir war nicht unverdient, letztlich aber hart erarbeitet. Für gefährliche Aktionen reichte die spielerische Überlegenheit zumeist nicht, ein Standard brach kurz vor der Pause den Bann: Nach Eckball von Thomas Murg war Schoissengeyr per Kopf zur Stelle (44.). Die bis dahin einzige Chance der Hausherren machte zehn Minuten davor Goalie Daniel Bachmann mit einer Parade zunichte.

Ein ähnliches Bild bot sich nach Seitenwechsel. Ein Freistoß von Thomas Murg (61.) blieb die einzige aussichtsreiche Situation der Österreicher, im Finish wären dann Nachlässigkeiten sogar fast noch bestraft worden. Doch Bachmann hielt in drei heiklen Situationen den siebenten Sieg im neunten Spiel fest.

"Wir haben den Sack nicht frühzeitig zugemacht"

Trainer Werner Gregoritsch zog nach dem mühsamen Sieg auf den Färöern jedenfalls ein positives Resümee. "Es war der erwartet schwere Kampf. Wir haben den Sack nicht frühzeitig zugemacht", sagte der 58-Jährige. "Die Färöer sind in der Schlussphase mit dem Wind im Rücken noch zu Möglichkeiten auf den Ausgleich gekommen, Daniel Bachmann hat hier souverän agiert. Man muss der Mannschaft zu diesem Sieg unter schwierigen Bedingungen gratulieren."

Die Hälfte der EM-Teilnehmer stehen bereits fest: Neben Gastgeber Polen und Deutschland haben auch Italien, Dänemark, Portugal und die Slowakei die Qualifikation schon geschafft.