Erstellt am 22. Mai 2015, 09:41

Erschossener Tankstellenräuber: Keine Anklage gegen Polizisten. Fast elf Monate nach dem Tod eines - verhinderten - Tankstellenräubers am 3. Juli 2014 in Neunkirchen durch Schüsse aus Polizeiwaffen steht fest, dass es keine Anklage gegen die Beamten geben wird.

Neunkirchen: Tatort - Rekonstruktion und Lokalaugenschein nach den tödlichen Polizeischüssen auf Tankstellenräuber Martin Kindler.  |  NOEN, Franz Baldauf
Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt hat entsprechende Medienberichte am Freitag bestätigt. Der Schusswaffengebrauch sei demnach gerechtfertigt gewesen.

Es sei eine Putativnotwehr- bzw. Putativnothilfesituation vorgelegen, sagte Erich Habitzl, Sprecher der Anklagebehörde. Die Softgun des 21-jährigen Verdächtigen habe täuschend echt ausgesehen.

Polizeibeamten mit Softgun bedroht

Der junge Mann war am 3. Juli ohne Beute von einer Tankstelle in Wiener Neustadt mit dem Wagen seiner Mutter auf die B17 Richtung Neunkirchen geflüchtet. Im Zuge einer Alarmfahndung war ihm die Exekutive auf den Fersen. Der 21-Jährige ließ sich jedoch zunächst nicht anhalten.

Als er dann kaum 100 Meter nach der Ortstafel der Bezirksstadt gestoppt wurde, bedrohte er die Beamten mit der Softgun, worauf die Verfolger schossen. Der Verdächtige sackte tödlich getroffen zusammen. Unter dem Fahrersitz im Auto wurde auch eine revolverähnliche CO2-Waffe sichergestellt, auf dem Beifahrersitz lag ein Fixiermesser.

NÖN.at berichtete: