Erstellt am 15. Mai 2015, 21:43

von APA/Red

Hartberg gab vorerst "Rote Laterne" in Erste Liga an FAC ab. Hartberg hat im Abstiegskampf der Fußball-Erste-Liga neue Hoffnung geschöpft. Die Truppe von Coach Bruno Friesenbichler setzte sich am Freitagabend im Steiermark-Duell bei Kapfenberg mit 1:0 durch und gab damit die "Rote Laterne" zumindest für kurze Zeit an den FAC ab, der erst im Abendspiel zu Hause Bundesliga-Aufsteiger Mattersburg empfing.

Die Hartberger liegen mit 38 Punkten zwei Runden vor Schluss nur noch aufgrund des knapp schlechteren Torverhältnisses hinter dem Achten Horn zurück, der sich bei Austria Lustenau ein leistungsgerechtes torloses Remis erkämpfte.

Der Siebente Wacker Innsbruck verpasste einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf, musste sich zu Hause gegen den ebenfalls noch nicht ganz geretteten Fünften St. Pölten mit einem 0:0 begnügen. Nur zwei Zähler beträgt der Abstand der Tiroler, die zuletzt viermal remis spielten, zum zweiten Abstiegsrang.

Im Kampf um den Meistertitel fand Liefering neuerlich nicht den Weg zurück auf die Siegerstraße. Der nicht aufstiegsberechtigte Partnerclub von Red Bull Salzburg drohte nach einem 1:1 beim LASK drei Punkte hinter Mattersburg (im Falle eines Auswärtssieges der Vastic-Truppe) zurückzurutschen. Die Lieferinger sind jetzt schon fünf Partien sieglos, die Linzer warten seit fünf Heimspielen auf einen vollen Erfolg.

Hartberger untermauerten Auswärtsstärke

Die Hartberger präsentierten sich wenige Tage nach dem schmeichelhaften 2:2 gegen Innsbruck von einer deutlich besseren Seite und untermauerten einmal mehr ihre Auswärtsstärke. Daniel Gremsl hatte noch bei einem Stangenschuss (16.) Pech.

Dafür fiel die Führung bereits vier Minuten später nach einem ruhenden Ball. Eine Sencar-Ecke wurde von Siegfried Rasswalder oder KSV-Spieler Mario Grgic per Kopf ins Tor gelenkt (20.). Die Kapfenberger wurden vor dem Seitenwechsel einmal brandgefährlich, Hans-Peter Berger machte einen Bubalovic-Kopfball aber mit einer Glanzparade zunichte (35.).

Nach der Pause kamen die Hartberger mehrmals der Vorentscheidung nahe, doch auch für die Kapfenberger wäre mehr möglich gewesen, so ließen sie etwa eine Top-Doppelchance (67.) ungenützt.

Die Horner waren in Lustenau vor der Pause auf eine gesicherte Defensive bedacht, die Gastgeber die aktivere Mannschaft. In Hälfte zwei legten die Niederösterreicher aber einen Gang zu, in äußerst attraktiven 45 Minuten waren die fehlenden Tore auf beiden Seiten das einzige Manko.

Horn sechs Partien gegen Lustenau ungeschlagen

Die beste Horner Chance ließ Osman Bozkurt aus, der aus bester Position an Lustenau-Schlussmann Christopher Knett scheiterte (71.). Das 0:0 war äußerst überraschend, hatten die Lustenauer doch zuvor in 13 Heimspielen nie zu Null gespielt, genauso wie die Horner in ihren vorangegangenen zwölf Auswärtspartien. Horn ist jetzt schon sechs Partien gegen Lustenau ungeschlagen.

Am Innsbrucker Tivoli wurde den Besuchern demgegenüber deutlich weniger geboten. Beide Teams wirkten verunsichert und schienen lange Zeit mit dem Remis zufrieden. Erst in der letzten Viertelstunde spielten die beiden torärmsten Clubs der Liga munter nach vorne, wurden dafür aber nicht belohnt. Die St. Pöltner gingen damit nach zwei Erfolgen in Serie wieder einmal nicht als Sieger vom Platz. Die Innsbrucker sind jetzt schon fünf Spiele sieglos und dem zweiten Abstieg hintereinander sehr nahe.

Im Topspiel der Runde legte der LASK einen Traumstart hin. Radovan Vujanovic sorgte nach Berry-Hereingabe schon nach 13 Minuten für die Führung. Die Stange verhinderte kurz darauf das 2:0 von Florian Templ bzw. parierte Liefering-Goalie Fabian Bredlow den zweiten Versuch von Vujanovic (18.).

Nach Neuhold-Foul an Joao Pedro machte Ante Roguljic mit einem souverän verwandelten Elfmeter (42.) noch vor der Pause den Punktgewinn der "Jungbullen" perfekt. Beim 1:1 im Linzer Stadion blieb es, da die Gastgeber bei einem Erbek-Schuss an die Latte (70.) neuerlich Aluminium trafen.