Erstellt am 25. September 2014, 18:50

Erste Metaller-KV-Runde ergebnislos zu Ende. Die erste Runde der Kollektivvertragsverhandlungen der Metallindustrie ist am Donnerstag nach drei Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen.

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Zu Mittag hatten die Gewerkschaften PRO-GE und GPA mit der Forderung nach einer Freizeitoption die Verhandlungen mit dem Fachverband Maschinen- und Metallwarenindustrie (FMMI) eröffnet. Die nächste Lohnrunde mit dem FMMI findet am 7. Oktober statt. 

Die Forderung der Gewerkschaften sieht vor, dass die Beschäftigten auf die Ist-Lohnerhöhung verzichten und dafür mehr Freizeit erhalten. Nötig ist dafür eine Betriebsvereinbarung, die Option basiert auf gegenseitiger Freiwilligkeit.

In der Elektro- und Elektronikindustrie gibt es diese Modell bereits seit zwei Jahren. Laut Gewerkschaften ist das Interesse der Arbeitnehmer groß, insbesondere bei Jüngeren. Bei einer Ist-Lohnerhöhung von 2,8 Prozent - wie im Vorjahr - entspricht dies 4,67 Stunden mehr Freizeit im Monat, also rund eineinhalb Wochen mehr Urlaub im Jahr.

Christian Knill, Obmann des Fachverbands der Maschinen- und Metallwarenindustrie, kann diesem Modell eher weniger abgewinnen, ausschließen wollte er es im Gespräch mit Journalisten aber auch nicht. Die Freizeitoption sei mit den Erfordernissen von Schichtbetrieben nur schwer umsetzbar. Karl Proyer, Chefverhandler der GPA, betonte, dass es keine Verhandlungslösung ohne Freizeitoption geben werde.

Die erste Verhandlungsrunde betrifft die rund 120.000 Mitarbeiter der Maschinen- und Metallwarenindustrie, des größten Fachverbands innerhalb der sechs Metaller-Verbände. Im Vorjahr schlossen die Verhandler nach fünf zähen Gesprächsrunden mit einem Lohnzuwachs von 2,8 Prozent ab - bei einer Inflationsrate von 2,4 Prozent. Heuer liegt die Teuerungsrate bei 1,8 Prozent.