Erstellt am 18. März 2015, 12:08

von APA/Red

Erste Zyklon-Hilfslieferungen in Vanuatu eingetroffen. Fünf Tage nach dem Durchzug von Zyklon "Pam" sind in einigen der verwüsteten Inseln im Pazifikstaat Vanuatu erste Hilfslieferungen eingetroffen.

 Mindestens sieben Tonnen Medikamente, Trinkwasser, Sanitärkits, Planen und Kettensägen wurden am Mittwoch von Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz und Oxfam unter anderem auf die im Süden Vanuatus gelegene Insel Tanna gebracht.

Am Donnerstag wird eine Fähre mit weiteren Hilfsmitteln erwartet. Zahlreiche der 80 Inseln blieben für die Helfer mangels Landepisten und Tiefwasserhäfen jedoch weiter praktisch unerreichbar.

Großes "H" für "Help"  auf Boden gemalt

Einsatzkräfte berichteten von Überflügen, dass Menschen auf der Insel Ambryn ein großes "H" für "Help" ("Hilfe") auf den Boden gemalt hätten. Auf der Insel Tongoa hielten Bedürftige Spiegel in die Höhe, um auf sich aufmerksam zu machen, sagte eine Oxfam-Sprecherin.

Ein Team der BBC erreichte die Insel Moso im Nordwesten und berichtete, die Menschen dort hätten in ihrer Verzweiflung begonnen, Salzwasser zu trinken. Dies kann zu Dehydrierung und sogar zum Tod führen.

Unterdessen hat Australien ein Team von 20 medizinischen Hilfskräften entsandt. Sie sollen in Port Vila eine vorübergehende Krankenstation errichten, hieß es von den Behörden. Die Ärzte des dortigen Krankenhauses hätten bisher 150 Patienten nach dem Wirbelsturm "Pam" behandelt, sagte der medizinische Leiter am Mittwoch dem Sender Radio New Zealand.

"Pam" einer der schwersten Wirbelstürme

Unterdessen korrigierten die Vereinten Nationen die Zahl der Todesopfer auf elf. Zuvor war von 24 Toten die Rede gewesen.

Der Zyklon "Pam" hatte Vanuatu in der Nacht auf Samstag getroffen. Die Sturmböen erreichten Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 320 Kilometern pro Stunde, womit "Pam" einer der schwersten Wirbelstürme überhaupt war, die jemals den südpazifischen Inselstaat getroffen haben.

Wie groß das Ausmaß der Schäden wirklich ist, war auch Tage nach dem Durchzug des Zyklons unklar. Noch immer wurden nicht alle Inseln erreicht. Immerhin unterstützt derzeit das Wetter die Hilfskräfte.