Erstellt am 28. April 2014, 10:48

EU-Botschafter beraten zu Sanktionen gegen Moskau. Die Botschafter der 28 EU-Staaten beraten am Montag in Brüssel über weitere Sanktionen gegen Moskau.

Dabei geht es um Einreiseverbote und Kontosperren gegen hohe Verantwortliche. US-Präsident Obama kündigte indessen die Bekanntgabe neuer Sanktionen gegen Russland noch für Montag an. Diese sollen Einzelpersonen, Unternehmen und Hightech-Artikel aus dem Rüstungsbereich betreffen. 

Bisher hat die EU gegen 33 Ukrainer und Russen, die die Annexion der Krim unterstützt haben, Sanktionen verhängt. Viele davon stehen Russlands Präsident Putin nahe. Über Wirtschaftssanktionen wollen die Botschafter bei dem Treffen noch nicht entscheiden. Viele EU-Staaten stehen dem skeptisch gegenüber, weil sie Gegenmaßnahmen von Russland fürchten, das ein wichtiger Gaslieferant für Europa ist.

Am Samstag hatten sich die G7-Staaten darauf geeinigt, "zügig" neue Sanktionen gegen Russland auszusprechen. Zur Begründung hieß es, Russland habe keine konkreten Handlungen unternommen, um die Genfer Einigung auf einen Friedensplan in der Ukraine umzusetzen. Auch die USA wollen am Montag Maßnahmen verhängen.

Die US-Regierung ist unterdessen nach einem Bericht der "New York Times"über das Vorgehen bei der Verhängung von weiteren Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt uneins. Einige Berater drängten demnach US-Präsident Obama, Sanktionen gegen ganze Bereiche der russischen Wirtschaft zu verhängen. Obama und Finanzminister Jacob Lew bevorzugten hingegen eine vorsichtigere Vorgehensweise, auch aus Rücksicht auf Verbündete in Europa, deren Wirtschaft stärker mit der Russlands verflochten sei. Zudem wolle Obama nicht ohne die Europäer vorangehen, um Moskau keine Möglichkeit zu geben, zwischen Brüssel und Washington einen Keil zu treiben.