Erstellt am 07. November 2014, 11:19

von APA Red

EU-Nachzahlung: Briten wollen "besseren Deal". Großbritannien hat beim Treffen der EU-Finanzminister seine Kritik an einer milliardenschweren Nachzahlungsforderung aus Brüssel bei den EU-Beiträgen bekräftigt.

Er werde sicherstellen, dass sein Land "einen besseren Deal" bekomme, sagte der britische Finanzminister George Osborne am Freitag vor dem Treffen in Brüssel. Die Nachforderung von 2,1 Milliarden Euro zum 1. Dezember sei "inakzeptabel".

Premier unter Druck der EU-Skeptiker

Deshalb habe sein Land die Frage "auf die Tagesordnung" des Ministertreffens gesetzt. Die Finanzminister wollen der EU-Kommission den Auftrag erteilen, eine "Lösung" für den Streit zu suchen. Eine Möglichkeit könnten Ratenzahlungen sein.

Dies würde aber bedeuten, dass andere Länder wie Deutschland, die ihrerseits Geld zurückerhalten sollen, diese Mittel erst später bekommen. Deutschland soll 779 Millionen Euro zurückbekommen, das mit Haushaltsproblemen kämpfende Frankreich sogar etwa eine Milliarde Euro.

Camerons regierende Konservative müssen sich im Frühjahr Parlamentswahlen stellen. Bei den Europawahlen im vergangenen Mai war die EU-feindliche UKIP stärkste Kraft geworden. Der britische Premier hat den Briten unter dem Druck der EU-Skeptiker bei einer Wiederwahl für 2017 ein Referendum über den Verbleib in der EU versprochen.