Erstellt am 02. Mai 2014, 12:11

von APA Red

EU-Wahl: SPÖ wirbt mit "Sozial statt egal". Die SPÖ hat am Freitag jene Kampagne präsentiert, mit der sie bis zum Wahltag um Stimmen für Spitzenkandidat Eugen Freund und sein Team werben wird.

Der Slogan lautet "Sozial statt egal" und soll mithelfen, dass jene, die in der europäischen Politik eine Wende wollen, auch tatsächlich zur Urne schreiten, wie Bundesgeschäftsführer Darabos bei einer Pressekonferenz erläuterte.
Die Chancen, am 25. Mai zur stärksten Partei aufzusteigen, sieht der Wahlkampfleiter intakt. Gehe es nach Umfragen, wäre die SPÖ als Nummer eins sogar "relativ gut abgesichert", meint Darabos.

Dass es die Sozialdemokraten an der Spitze des Europäischen Parlaments braucht, steht für den Bundesgeschäftsführer ohnehin außer Frage. Immerhin habe sogar der Spitzenmann der Europäischen Volkspartei Jean-Claude Juncker gemeint, dass Zeit für einen Wechsel sei. Das könne nur bedeuten, dass die Sozialdemokratie zur stärksten Fraktion aufsteige. Denn Juncker und mit ihm auch ÖVP-Spitzenkandidat Othmar Karas hätten als stärkste Fraktion jetzt 15 Jahre Zeit gehabt "und sie haben versagt", verwies Darabos auf 500 Millionen Arbeitslose in der Union.

SPÖ für mehr Beschäftigung und Energiewende

Kritik an der Europäischen Volkspartei gab es auch von Spitzenkandidat Freund zu hören. Diesem missfällt gründlich, dass die EVP die ungarische Fidesz und Silvio Berlusconis Forza Italia in ihren Reihen habe. Von Karas erwartet Freund eine Distanzierung von diesen Parteien, ohne die die EVP schon jetzt über keine Mehrheit mehr verfügte.

Wolle man in Europa einen Richtungswechsel hin zu mehr Beschäftigung und einer Energiewende, führe in Österreich kein Weg an der SPÖ vorbei, meint Darabos, sei doch die FPÖ auf europäischer Ebene "bedeutungslos". Der Wahlkampf laufe auch gut. Freund werde nicht nur Sympathie, sondern auch Respekt vor seiner Sachkompetenz entgegengebracht. Der Spitzenkandidat selbst berichtete von großem Interesse bei seinen 1. Mai-Auftritten zwischen Völkermarkt und Mistelbach.