Erstellt am 12. April 2016, 09:46

von APA Red

Ex-Direktor muss Strafe für Lehrerin-Mobbing zahlen. Der Ex-Direktor einer Schule im oberösterreichischen Salzkammergut muss einer Lehrerin, die von ihrem Vorgesetzten gemobbt worden ist, 2.700 Euro bezahlen.

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Er kam mit einer Diversion davon. Das berichtete die Tageszeitung "Kurier" am Dienstag. Zuvor war die Republik schon dazu verpflichtet worden, der Pädagogin 16.000 Euro Schmerzensgeld plus Zinsen zu zahlen.

Dazu kamen noch 11.000 Euro Verdienstentgang, 1.204 Euro Nebenspesen, 17.500 Euro Rechtsvertretungskosten und 18.600 Euro seitens der Finanzprokuratur, wird der Anwalt in der Tageszeitung zitiert.

Das Landesgericht Wels als Arbeits- und Sozialgericht hatte in seinem Urteil festgestellt, dass das Verhalten des Schulleiters gegenüber der Frau "dazu dienen sollte, ihr das Leben an der Schule unerträglich zu machen und sie auszugrenzen".

Der Direktor soll gegenüber der Lehrerin nicht nur einen äußerst rüden Ton angeschlagen haben und übermäßig penibel gewesen sein, sondern ihr auch Intimitäten mit einem Kollegen im Klassenzimmer unterstellt haben.

Frau war in Therapie

Nach einem Vorfall mit einem Schüler, der die Lehrerin beschimpfte und sexuell beleidigte, sei der Bursch nicht wie zugesagt an eine andere Schule versetzt worden. Die Frau war nach den Vorkommnissen längere Zeit im Krankenstand und in Therapie.

Der Direktor wurde, als er sich bereits im Ruhestand befand, wegen des Verdachts der vorsätzlichen Körperverletzung angezeigt. Dem Beschuldigten wurde angeboten, den Fall mit einer Diversion zu beenden.

Dazu musste er sich bereit erklären, für seine Tat einzustehen und 2.700 Euro Schadenswiedergutmachung zu leisten. Den Betrag hat er bereits einbezahlt. Ein Strafverfahren wird somit nicht mehr durchgeführt.