Erstellt am 20. Juli 2015, 14:40

Ex-Kandidat Al-Hussein: FIFA-Chef Blatter muss sofort gehen. Der frühere FIFA-Präsidentschaftskandidat Prinz Ali bin Al-Hussein hat den sofortigen Rücktritt von Weltverbands-Chef Joseph Blatter gefordert, aber vor einer überstürzten Neuwahl gewarnt.

Blatter müsse weg, die Zukunft der FIFA stehe am Spiel, so Al-Hussein  |  NOEN, APA (epa)

"Die Zukunft der FIFA steht auf dem Spiel", sagte der jordanische Verbandschef und FIFA-Vizepräsident am Montag. "Wenn wir im Dezember wählen, wird es den bedeutenden Wandel in der FIFA-Führung, den wir so dringend brauchen, nicht geben."

Dennoch müsse Amtsinhaber Blatter "sofort gehen", sagte sein ehemaliger Rivale im Kampf um das Präsidentenamt. "Er darf nicht seine Nachfolge planen und diesen Wahlprozess leiten", betonte Al-Hussein.

Der Nachfolger des scheidenden FIFA-Präsidenten Joseph Blatter soll allerdings erst am 26. Februar 2016 gewählt werden. Diesen Termin für einen außerordentlichen Kongress habe das Exekutivkomitee des Fußball-Weltverbands in Zürich beschlossen, teilte die FIFA am Montag mit.

Der 39-jährige Al-Hussein hatte Ende Mai nach dem verlorenen ersten Wahlgang gegen Blatter seine Kandidatur zurückgezogen. Wenige Tage nach seiner Wiederwahl hatte der 79-jährige Schweizer dann überraschend seinen Rückzug angekündigt, zuletzt aber mit einem Verbleib im Amt kokettiert.

Al-Hussein sprach sich jetzt für eine Führungspersönlichkeit außerhalb des Sports aus für die Organisation der Neuwahlen auf einem außerordentlichen FIFA-Kongress und die Umsetzung der Reformen innerhalb der korruptionsgeschädigten FIFA.

UEFA-Präsident Michel Platini hat indes eine große Unterstützung für eine mögliche Kandidatur sicher. Der Franzose wurde nach dpa-Informationen von zahlreichen Nationen um eine Bewerbung gebeten. Demnach soll er die Zusagen der Konföderationen aus Europa, Asien, Südamerika und Nord- und Zentralamerika haben.