St. Pölten

Erstellt am 17. September 2016, 11:45

von Gila Wohlmann und Daniel Lohninger

Kurden-Großevent ohne Zwischenfälle. Kein Sicherheitsrisiko eingehen aufgrund kurdischer Großveranstaltung will Landespolizeidirektion NÖ. „Wir rechnen mit 2.000 bis 3.000 Leuten“, sagt Oberst Markus Haindl. Platzverbot vor dem VAZ St. Pölten verhängt.

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Ganz im Zeichen einer kurdischen Großveranstaltung steht heute das VAZ St. Pölten. Organisator ist ein kurdischer Kulturverein, der das Treffen vor einigen Wochen „ordnungsgemäß angemeldet hat“, wie Haindl bestätigt.

Vor allem Familien würden zu dem zwischen 13 und 22 Uhr stattfindenden Treffen erwartet. „Die kurdische Community ist sehr gut vernetzt“, so Haindl. Im Vorfeld hätte es keine Drohungen gegen dieses Event oder andere Störaktionen gegeben, es sei auch bislang nichts  derartiges angekündigt.

Dennoch: Die Polizei ist gerüstet. Rund 100 Beamte, darunter Mitglieder der Einsatzeinheit, Diensthundestreifen und sprengstoffkundige Organe, sind vor Ort. Ebenso involviert sei bei derartigen Großveranstaltungen der Verfassungsschutz.

„Aufgrund der aktuellen  politischen Lage in der Türkei und Ausschreitungen wie in Wien wollen wir kein Sicherheitsrisiko eingehen. Störaktionen können nicht ausgeschlossen werden“, so Haindl. Daher sei auch ein großräumiges Platzverbot rund um das VAZ verhängt worden, sodass nur zur Veranstaltung angemeldete Personen zugelassen werden. Örtliche Umleitungen wurden eingerichtet.

UPDATE 1
Laut Auskunft von VAZ-Chef René Voak verläuft die Veranstaltung, zu der Kurden aus ganz Österreich angereist sind, bislang ruhig: „Es ist im Prinzip so etwas wie ein Oktoberfest auf Kurdisch - mit einer guten und friedlichen Stimmung."

Unter Federführung der Polizei sei gemeinsam mit den Veranstaltern bereits im Vorfeld ein entsprechendes Sicherheitskonzept erarbeitet worden, obwohl das bei einer geschlossenen Veranstaltung wie dieser an sich nicht vorgeschrieben und üblich sei. „In der derzeitigen Situation ist es besser, auf Nummer sicher zu gehen" , meint Voak. 

UPDATE 2
Gegen 16 Uhr bestätigte Markus Haindl  „einen bislang ruhigen, geordneten Ablauf der Veranstaltung,"

UPDATE 3
„Bislang wurden der Polizei keine polizeilich relevanten Vorfälle gemeldet“, berichtet Markus Haindl gegen 21 Uhr. Der Verkehrsabfluss der Besucher verlaufe in geordneten Bahnen. Die Zusammenarbeit zwischen Exekutive, Veranstalter und VAZ hätte während dieser Veranstaltung  gut funktioniert.