Erstellt am 18. April 2014, 08:22

Fährunglück: Fähre nicht von Kapitän gesteuert. Die vor Südkorea gesunkene Fähre "Sewol" wurde zum Unglückszeitpunkt nicht vom Kapitän, sondern vom dritten Offizier gesteuert.

Der Kapitän habe nicht das Kommando geführt, als das Schiff Mittwochfrüh verunglückte, so Staatsanwalt Park Jae Eok am Freitag unter Berufung auf erste Ermittlungen. Die Fähre war auf dem Weg zur südlichen Insel Jeju gekentert und gesunken. 271 Menschen werden vermisst.

Kapitän Lee Joon Seok habe sich zu diesem Zeitpunkt möglicherweise nicht auf der Brücke aufgehalten, sondern "hinten" im Schiff, sagte der Ermittler, ohne weitere Erklärungen zu geben.

Die Fähre "Sewol" war auf dem Weg zur südlichen Insel Jeju gekentert und gesunken. An Bord waren 475 Passagiere, die meisten von ihnen Schüler auf einer Klassenfahrt. 179 Insassen wurden gerettet, 25 wurden bis Freitag tot geborgen. Die Unglücksursache ist noch unklar. 271 Menschen werden noch vermisst.

Experten vermuten, dass das Schiff auf einen Felsen lief oder eine scharfe Kurve fuhr, wodurch die Ladung - darunter mehr als 150 Autos - verrutschte und das Schiff zum Kentern brachte. Es werde noch untersucht, ob es eine scharfe Kurve oder einen anderen Manövrierfehler gegeben habe, sagte Chef-Staatsanwalt Lee Seoung Yoon.