Erstellt am 05. Februar 2015, 10:05

Schüler stürzte in Salzburg von Sessellift. Weil der Sicherheitsbügel eines Sesselliftes von zwei Erwachsenen vor dem Ausstieg zu früh geöffnet worden war, stürzte am Mittwoch ein achtjähriger Skifahrer aus Wien im Salzburger Skigebiet Flachau fünf Meter in die Tiefe.

Der Bub brach sich dabei den Unterarm. Die beiden Männer halfen dem Verletzten nicht, sie machten sich sogleich aus dem Staub. Die Polizei leitete Ermittlungen ein.

Der Schüler befand sich auf Skiurlaub, er war mit einer Skischulgruppe unterwegs. Um 11.05 Uhr fuhr er mit den zwei unbekannten Wintersportlern mit dem Sessellift "Star Jet 1" auf das Griessenkar. An der Bergstation öffneten die Erwachsenen laut Polizei den Sicherheitsbügel noch vor dem Auffangnetz. Der Achtjährige rutschte durch das Öffnen des Bügels nach vorne, fiel vom Sessel und landete im Tiefschnee. Er erlitt bei dem Absturz nicht nur einen Bruch, sondern auch Schürfwunden im Gesicht.

Der Bub wurde von der Pistenrettung mit der Pistenraupe ins Tal gebracht und danach ärztlich behandelt. Da die beiden Männer sogleich Fahrerflucht begangen haben, liegen der Polizei auch keine Personendaten vor. "Es wird alles daran gesetzt, sie ausfindig zu machen", sagte am Donnerstag eine Polizei-Sprecherin.

Schwerverletzter auch in Obertauern

Im Skigebiet von Obertauern wurde am Mittwoch ebenfalls ein Schüler schwer verletzt. Der 13-jährige Skifahrer aus Deutschland war gegen 14.30 Uhr auf der Abfahrt der Hochalmbahn mit einem 55-jährigen Skifahrer aus Berlin zusammengestoßen. Der Teenager zog sich dabei schwere Knieverletzungen zu. Er wurde von der Pistenrettung geborgen, zu einem Arzt gebracht und operiert.