Erstellt am 22. Juli 2016, 12:27

von APA Red

Heuer schon 6.150 "Blüten" aus dem Verkehr gezogen. In Österreich sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 6.150 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen worden.

 |  APA (dpa)

Das "Blüten"-Minus im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2015 geht zu einem guten Teil auf die Einführung neuer 20-Euro-Banknoten mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen Ende des vergangenen Jahres zurück. Imitationen "alter" Zwanziger waren nämlich mitverantwortlich für den damaligen sprunghaften Anstieg an Fälschungen. 9.765 in Österreich aus dem Verkehr gezogene Scheine stellten damals eine Rekordzahl dar. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2104 waren 3.873 gefälschte Euro-Scheine mit einem Nennwert von 234.610 Euro aus dem Umlauf gezogen worden.

Laut der aktuellen Statistik der OeNB war die 50-Euro-Banknote mit 3.214 Stück die am häufigsten gefälschte Stückelung. Auch dieses Phänomen könnte bald der Vergangenheit angehören. Im Frühjahr 2017 werden nämlich neue 50-Euro-Scheine in den Umlauf gebracht. Der falsche Fünfziger lag in den vergangenen sechs Monaten auch international an der Spitze der Imitationen: 48 Prozent der Fälschungen entfielen laut Europäischer Zentralbank (EZB) auf diese Stückelung. Insgesamt wurden laut EZB 331.000 gefälschte Euro-Banknoten sichergestellt.

Der Schwerpunkt des Falschgeldaufkommens in Österreich lag laut OeNB mit 42 Prozent unverändert im Ballungsraum Wien. Die Wahrscheinlichkeit, mit einer imitierten Banknote in Berührung zu kommen, ist allerdings verschwindend gering: Die Nationalbank hat im ersten Halbjahr 752 Millionen Banknoten auf ihre Echtheit geprüft.