Erstellt am 18. April 2015, 17:58

FC Bayern hielt bei Hoffenheim den Titelkurs. Unbeeindruckt von den jüngsten Turbulenzen hält der FC Bayern Kurs auf seine 25. deutsche Fußball-Meisterschaft. Nach dem 2:0 bei 1899 Hoffenheim am Samstag fehlen den Münchnern voraussichtlich nur noch zwei Siege zum vorzeitigen Titelgewinn. Im Kampf um die direkte Qualifikation für die Champions League feierte Bayer Leverkusen mit dem 4:0 gegen Hannover 96 einen wichtigen Sieg.

Damit verdrängte Leverkusen Borussia Mönchengladbach vom dritten Tabellenplatz. Neben Hannover erlitt auch der SC Freiburg mit einem 2:3 gegen Mainz einen Rückschlag im Kampf um den Ligaverbleib. Im ersten Spiel nach der Ankündigung von Trainer Jürgen Klopp, den Verein im Sommer zu verlassen, gewann Borussia Dortmund mit 3:0 gegen Paderborn. Hertha BSC und der 1. FC Köln trennten sich 0:0.

Die Bayern reagierten auf die Champions-League-Niederlage in Porto (1:3) und den Wirbel um den Rückzug von Teamarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt mit dem 23. Sieg in der 29. Ligarunde. Sebastian Rode (38.) und ein Eigentor von Andreas Beck (92.) verhalfen dem ersatzgeschwächten Team von Pep Guardiola zu einer gelungenen Generalprobe für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Porto.

Hoffenheim kassierte die vierte Niederlage in Folge. Dabei hatten die Hausherren durch Anthony Modeste nach einer halben Stunde die große Möglichkeit zur Führung. Nach einem schweren Patzer von Dante scheiterte der Angreifer aber an Manuel Neuer. Nach dem 1:0 durch Rode waren die Bayern auf Kurs.

Leverkusen traf gegen Hannover durch Ömer Toprak (20.), Julian Brandt (40.), Kyriakos Papadopoulos (49.) und Stefan Kießling (70.) scheinbar nach Belieben. Die Werkself um Ex-Salzburg-Coach Roger Schmidt stellte mit dem siebenten Sieg hintereinander die eigene Bestmarke aus der Saison 2001/02 ein.

Mit Verständnis reagierten die Dortmunder Fans auf den bevorstehenden Klopp-Abschied. Auf einem Spruchband, das Fans vor der Partie gegen Paderborn hochhielten, stand ein Zitat des Trainers zu lesen: "Was jetzt zählt ist der Verein - und der ist größer als wir alle." Gegen den abstiegsbedrohten Nachbarn gelang dem BVB danach der Sprung auf Rang acht.

Aufsteiger Köln mit Trainer Peter Stöger und Verteidiger Kevin Wimmer hielt die Hertha durch ein 0:0 in Berlin hinter sich. Passieren lassen musste das Duo aber Mainz. Julian Baumgartlinger und Co. setzten sich in Freiburg auch dank zwei Toren des Japaners Shinji Okazaki durch. Mit dem Abstiegskampf sollten Mainz, Köln und die Hertha fünf Runden vor Saisonende gleichsam nichts mehr zu tun haben.