Mühldorf

Erstellt am 12. September 2016, 09:09

130 Jahre Raiffeisen in Österreich. Vor 130 Jahren wurde in Mühldorf bei Spitz an der Donau die erste Raiffeisenbank in Österreich gegründet. Dieses Jubiläum wurde am Wochenende mit einem großen Fest am Gründungsort gefeiert.

Feierten "130 Jahre Raiffeisen in Österreich": DI Anton Bodenstein, Obmann der Raiffeisenbank Krems, Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Marcel Koller, der Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft, Mag. Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Präsident der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, der Mühldorfer Filialleiter Rudolf Denk sowie die beiden Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Krems Mag. Reinhard Springinsfeld​ und Dr. Herbert Buchinger. (v.l.n.r.)  |  NLK Pfeiffer

Beim Festakt waren zahlreiche hochrangige Gäste anwesend, unter ihnen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Dr. Walter Rothensteiner, der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, Mag. Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Präsident der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, und Mag. Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien.

„Wirtschaftliches Rückgrat für Niederösterreich“

Raiffeisen sei „das wirtschaftliche Rückgrat für das Bundesland Niederösterreich“, betonte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, dass die zahlreichen Bankstellen in Niederösterreich beweisen, „dass wir vor Ort Serviceleistung aus erster Hand haben“. In der Kulturpolitik des Landes habe man mit Raiffeisen einen starken Partner, so Pröll. In der unglaublich bewegten Zeit, in der man lebe, sei es wichtig, die Bodenhaftung nicht zu verlieren, so der Landeshauptmann. „Nur jemand, der tief verwurzelt ist, kann auch weltoffen nach vorne gehen“, betonte Pröll, dass das auch im Umgang mit neuen Ideen gelte.

Die digitale Welt habe zwei Seiten. Im Internet könne man Informationen schnell und unkompliziert finden, doch die moderne Technik berge auch Gefahren. „Wir müssen uns wieder mehr und mehr dazu drängen, von Mensch zu Mensch zu kommunizieren“, so Pröll. Der Landeshauptmann wünschte der Familie Raiffeisen alles Gute und weiterhin eine gute Partnerschaft mit dem Land Niederösterreich.

„Aktienkurse können schwanken, aber unsere Werte nicht“

„Viele sind mit uns groß und älter geworden“, betonte Dr. Walter Rothensteiner, der Generalanwalt des Österreichischen Raiffeisenverbandes, dass man sich Vertrauen erwerben müsse und, dass es deshalb so wichtig sei, dass die Führungskräfte den Raiffeisen-Spirit lebten. „Es gibt Ideen, die haben das Leben von Menschen verändert“ und dazu gehöre auch jene von Raiffeisen, so Rothensteiner. „Aktienkurse können schwanken, aber unsere Werte nicht“, sagte der Generalanwalt weiters: „Wer seine Wurzeln nicht kennt, kann seine Zukunft nicht finden.“ Daher wolle man am heutigen Jubiläumstag ganz bewusst auf die Wurzeln von Raiffeisen blicken.

„Raiffeisen kann nur funktionieren, wenn vor Ort die Wurzeln beibehalten werden“, betonte Mag. Erwin Hameseder, Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und Präsident der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien. Es sei wichtig, dass man im Zeitalter der Digitalisierung den Kontakt zu den Menschen nicht verliere. „Das persönliche Gespräch ist unverzichtbar. Das kann man nicht ersetzen“, so Hameseder, der betonte, dass Raiffeisen diese Philosophie ganz intensiv verfolge.

"Kunden durchs Leben begleiten"

„Raiffeisen ist eine Folge von vielen Startups“, führte Mag. Klaus Buchleitner, Generaldirektor der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien und der Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien, aus, dass Raiffeisen wie Startups arbeite, so sei auch die RBI (Raiffeisen Bank International AG) ein Startup bei Raiffeisen gewesen, das sich ausgezeichnet entwickelt habe.

„Heimatverbundenheit und Weltoffenheit ergänzen einander“, sagte DI Anton Bodenstein, Obmann der Raiffeisenbank Krems, dass auch kleinste Strukturen erfolgreich sein können. „Für uns ist jeder Kunde willkommen“, betonte Direktor Dr. Herbert Buchinger, Geschäftsleiter der Raiffeisenbank Krems, dass es die Idee von Raiffeisen sei, auch jenen Menschen zu helfen, denen es nicht so gut gehe. Der Mühldorfer Filialleiter Rudolf Denk ergänzte: „Die Kunden wollen, dass man sie durchs Leben begleitet“, und das bedeute, dass man sie auch unterstütze, wenn es ihnen nicht so gut gehe.

„Die Geselligkeit, die die Österreicher pflegen, ist ein sehr wichtiger Punkt, um ‚Punkte’ zu machen“, betonte Überraschungsgast Marcel Koller, der Teamchef der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft, dass dies unbedingt beibehalten werden müsse. Im Sport wie in der Wirtschaft sei es wichtig, zuzuhören und mit den Menschen zu sprechen. Raiffeisen sei für den ÖFB „ein wichtiger Partner“, bedankte sich Koller im Namen des ÖFB für die Unterstützung.