Erstellt am 08. Mai 2014, 10:50

Feiern zu Gedenken an Ende des 2. Weltkriegs. Am Donnerstag wird mit zahlreichen Gedenkfeierlichkeiten dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor 69 Jahren gedacht.

Neben einem Staatsakt im Bundeskanzleramt mit Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger findet am Abend zum zweiten Mal am Heldenplatz das "Fest der Freude" statt. Das Bundesheer begann in der Früh mit einer Mahnwache am Äußeren Burgtor vor der Krypta.

Verteidigungsminister Klug erklärte, das Bundesheer leiste damit einen aktiven Beitrag zum Gedenken an die Opfer der von den Nazis verübten Gräuel. Klug sieht in der Mahnwache auch ein bewusstes politisches Signal an rechte Gruppierungen und Burschenschafter. Vor der ihm Vorjahr erstmals abgehaltenen Mahnwache hatten diese auf dem Heldenplatz ihr "Totengedenken" abgehalten. Die Burschenschafter hätten versucht diesen Tag umzudeuten im Sinne einer Niederlage. Es sei wichtig klar zu signalisieren, dass für eine solche Geschichtsumdeutung kein Platz ist, betonte Klug vor Journalisten.

Mahnwache soll jedes Jahr stattfinden

Der Verteidigungsminister hat sich "fest vorgenommen", dass diese Mahnwache des Bundesheeres nun jährlich stattfinden soll. "So lange ich die politische Verantwortung trage, wird es die Mahnwache auch in Zukunft geben." Klug kann sich auch vorstellen, den 8. Mai zu einem Feiertag zu machen, wie das zuletzt die Hochschülerschaft gefordert habe.

Zu der am Mittwoch präsentierten Umfrage, wonach sich 29 Prozent nach einem "starken Führer" sehnen, verwies Klug darauf, dass autoritäre Führungsstrukturen viel Leid und Elend gebracht haben. Millionen von Menschen seien ermordet, Länder in Schutt und Asche gelegt worden. Deshalb müsse die Demokratie "gehegt und gepflegt" werden.

"Fest der Freude"

Beim "Fest der Freude" werden am Abend erneut die Wiener Symphoniker ein Gratis-Konzert geben. Die Festreden zum Gedenken der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 werden u.a. Faymann und Nationalratspräsidentin Prammer halten.

Auf dem neuen Campus der Wirtschaftsuniversität Wien wird am Vormittag ein NS-Mahnmal enthüllt. Tagsüber ist der Jahrestag auch Thema bei zwei Symposien im Vienna International Center sowie in der Landesverteidigungsakademie. Auch zwei Kundgebungen sind angekündigt: Am Vormittag findet am Ballhausplatz ein Gedenken an Wehrmachtsdeserteure statt, am Nachmittag startet am Schottentor eine Demonstration der "Offensive gegen Rechts".