Erstellt am 18. Juni 2015, 11:32

Fenninger bleibt nach Entschuldigung im ÖSV. Ski-Superstar "Anna Fenninger bleibt volles Mitglied im Österreichischen Skiverband". Das teilte Verbandspräsident Peter Schröcksnadel am Donnerstag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien mit.

Fenninger entschuldigte sich bei Schröcksnadel  |  NOEN, APA

Der ÖSV-Boss sagte, dass er sich am Mittwochnachmittag mit der Salzburgerin zu einem klärenden Gespräch getroffen habe. Dabei habe Ex-Rennläufer und Head-Rennchef Rainer Salzgeber als "Mediator" fungiert.

Fenninger, die am Donnerstag 26 Jahre alt wurde, habe sich bei dieser zweieinhalbstündigen Aussprache bei ihm entschuldigt, berichtete Schröcksnadel. Er wollte die zweifache Weltcup-Gesamtsiegerin, Super-G-Olympiasiegerin und amtierende Doppelweltmeisterin (Super-G und Riesentorlauf) nicht als Athletin verlieren.

"Wir wollen nicht, dass unsere Aktivitäten
und unser System unterlaufen werden"

Gleichzeitig betonte der 73-jährige Tiroler, dass der ÖSV Fenningers Manager Klaus Kärcher nicht mehr akzeptiere. "Wir wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben. Wir wollen nicht, dass unsere Aktivitäten und unser System unterlaufen werden", erklärte Schröcksnadel.

Der Streit zwischen Fenninger und dem ÖSV war am Dienstag eskaliert, nachdem eine mittlerweile gestoppte Werbekampagne von Mercedes mit Laureus-Konnex mit der Salzburgerin gestartet worden war. ÖSV-Mobilitätspartner ist jedoch Audi, laut Konkurrenzklausel ist daher eine Kooperation dieser Art mit Mercedes für ÖSV-Athleten nicht möglich.

"Ich habe all diese Lügen satt!"

Fenninger hatte dann am Dienstagabend mit einer scharf formulierten, emotionalen Stellungnahme auf die Streitigkeiten ihres Managements mit dem ÖSV reagiert und Schröcksnadel persönlich angegriffen. "Wenn wir ehrlich sind, zählt meine Meinung nicht - mir wird sowieso das Wort im Mund umgedreht. Ehrlichkeit hat hier keinen Platz - ich bin müde und kann nicht mehr. Ich habe all diese Lügen satt!", schrieb die Salzburgerin auf Facebook. Dieses Posting erhielt binnen 24 Stunden mehr als 100.000 "Likes".

Für dieses Posting entschuldigte sich Fenninger laut ÖSV-Präsident am Mittwochnachmittag. Sie ebnete damit den Weg zu einer weiteren Zusammenarbeit.