Erstellt am 12. Mai 2014, 11:29

Feuerwehreinsätze nach Starkregen. Starker Regen hat am Sonntagnachmittag für zahlreiche Feuerwehreinsätze im Osten Österreichs gesorgt.

 In der Oststeiermark und im Burgenland wurden Keller und Straßen überflutet. In Leitersdorf bei Bad Waltersdorf drohte ein Vierkanthof einzustürzen. Insgesamt gab es in beiden Bundesländern etwa 200 Feuerwehreinsätze.

Zwei Starkregenfronten und heftige Windböen haben laut Landesfeuerwehrverband ab Sonntagnachmittag in der Oststeiermark rund 140 Einsätze notwendig gemacht. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Weiz und Hartberg-Fürstenfeld. In Leitersdorf bei Bad Waltersdorf drohte ein Vierkanthof einzustürzen.

"Vom Raum Gleisdorf, Pischelsdorf über Kaindorf bis nach Hartberg bildete sich eine regelrechte Niederschlagsschneise", so Thomas Meier, Sprecher des Landesfeuerwehrverbandes. Stellenweise wurden - speziell im Bereich Hartberg - innerhalb kürzester Zeit bis zu 66 Liter pro Quadratmeter gemessen, hieß es seitens der ZAMG Steiermark. Hauptsächlich wurden die Einsatzkräfte zum Auspumpen von Kellern und der Räumung der Straßen von Ästen und umgeknickten Bäumen gerufen.

Alleine im Bereich Hartberg waren 400 Feuerwehrleute im Einsatz. In Leitersdorf nahe Bad Waltersdorf (Bezirk Hartberg-Fürstenfeld) drohte in den frühen Morgenstunden ein renovierter Vierkanthof einzustürzen. Nachdem sich zuerst eine unterspülte Außenmauer um rund einen halben Meter gesenkt hatte, war die Decke eines Schlafzimmers eingebrochen.

Zu diesem Moment befand sich keiner der neun Bewohner im Gefahrenbereich; die meisten waren rund um den Hof mit Sicherungsarbeiten beschäftigt. Montagvormittag versuchte die Feuerwehr, den Keller mittels Flüssigbeton zu stützen, erklärte Bereichsfeuerwehrkommandant Hans Hönigschnabl.

Vonseiten der Landwirtschaftskammer wurden "enorme Schäden" bei landwirtschaftlichen Kulturen im Ilztal und Safental gemeldet. Betroffen waren u.a. Kulturen von Mais, Kürbis, Gemüse wie Chinakohl sowie Baumschulbetriebe.

In Graz wurden binnen 24 Stunden 57 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Aufgrund des erhöhten Pegelstandes der Mur wurden die Uferpromenade sowie eine Retentionsfläche im Bezirk Wetzelsdorf gesperrt. In 45 Einsätzen wurden herabgestürzte Äste und umgestürzte Bäume beseitigt sowie Keller ausgepumpt. Nennenswerte Überflutungen gab es laut Berufsfeuerwehr aber nicht.

Laut ZAMG kann es am Nachmittag wieder zu lokalen Gewittern kommen, in der Nacht wird ein Oberitalientief über der Südsteiermark mit teils gewittrigem Charakter erwartet. Für die Nacht auf Freitag werden abermals kräftige Niederschläge sowie stürmischer Wind vorhergesagt.

Im Burgenland gab es aufgrund des Starkregens von Sonntagnachmittag bis zum Montag knapp 60 Feuerwehreinsätze. Zahlreiche Feuerwehren mussten mehrmals wegen umgestürzter Bäume sowie überfluteter Keller und Straßen ausrücken, teilte ein Sprecher der Landessicherheitszentrale Burgenland mit. Folgeeinsätze wurden statistisch nicht erfasst. Am stärksten war der Bezirk Oberwart und insbesondere der Raum Pinkafeld betroffen. Aber auch in den anderen Bezirken mussten die Einsatzkräfte Pumparbeiten erledigen. Verletzt wurde niemand.