Erstellt am 21. Februar 2015, 09:49

von APA/Red

"Timbuktu" triumphierte bei Cesar-Verleihung. Der Film "Timbuktu" von Regisseur Abderrahmane Sissako hat die Konkurrenz bei der Verleihung des französischen Filmpreises in den Schatten gestellt.

Neben dem Hauptpreis heimste der Film am Freitagabend sechs weitere Cesars ein, darunter die Trophäe für die beste Regie. Wim Wenders gewann mit seinem Künstlerporträt "Das Salz der Erde" in der Kategorie Dokumentarfilm.

"Timbuktu" handelt von der Besetzung der malischen Stadt durch Islamisten. Der Film gewann den Cesar für den besten Film des Jahres sowie Trophäen in mehreren Nebenkategorien. Als erster Afrikaner wurde der aus Mauretanien stammende Filmemacher Sissako mit dem Regie-Cesar geehrt. "Timbuktu" geht am Sonntag auch ins Rennen um den Oscar für den besten fremdsprachigen Film.

Erster Cesar für US-Schauspielerin

Als bester Hauptdarsteller setzte sich Pierre Niney durch. Der 25-Jährige wurde für seine Darstellung des französischen Modemachers Yves Saint Laurent in dem gleichnamigen Film von Jalil Lespert ausgezeichnet. Die Auszeichnung für die beste Schauspielerin ging an Adele Haenel ("Les Combattants").

Bei der 40. Verleihung der "französischen Oscars" durfte auch erstmals eine Schauspielerin aus den USA eine Trophäe mit nach Hause nehmen. Kristen Stewart wurde für ihre Nebenrolle in dem Film "Die Wolken von Sils Maria" geehrt. Die aus der Vampirsaga "Twilight" bekannte 24-Jährige ist in dem Drama an der Seite von Juliette Binoche zu sehen.

Der deutsche Regisseur Wim Wenders gewann mit seinem Künstlerporträt "Das Salz der Erde"über den brasilianischen Fotografen Sebastiao Salgado den Cesar für den besten Dokumentarfilm. Auch bei den Oscars darf sich Wenders in dieser Kategorie Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen. Wenders nahm den Preis nicht persönlich entgegen. Volker Schlöndorff erhielt zusammen mit Cyril Gely für sein Kriegsdrama "Diplomatie" die Auszeichnung als bestes adaptiertes Drehbuch.

Ehren-Trophäe an Hollywood-Star

Als bester fremdsprachiger Film ging "Mommy" nach Hause. Das Drama des Kanadiers Xavier Dolan handelt von einer alleinstehenden Mutter und ihrem gewalttätigen Sohn.

Der Ehren-Cesar ging in diesem Jahr an Hollywood-Star Sean Penn. Er habe das französische Kino schon immer sehr geschätzt. Es habe zahlreichen Schauspielern und Schauspielerinnen zu ihrem Traum verholfen, sagte der 54-Jährige. Die Trophäe wurde dem zweifachen Oscar-Preisträger von Frankreichs Leinwandstar Marion Cotillard überreicht.