Erstellt am 02. September 2016, 09:15

von APA Red

Tropensturm "Hermine" forderte ein Menschenleben. Ein Toter, überflutete Straßen und Stromausfälle: Tropensturm "Hermine" hat im US-Bundesstaat Florida am Freitag schwere Schäden angerichtet.

 |  APA/dpa

Ein Obdachloser sei von einem umstürzenden Baum erschlagen worden, sagte Gouverneur Rick Scott. "Hermine" zog unterdessen weiter Richtung Georgia.

"Es besteht die Gefahr von lebensgefährlichen Überflutungen in den kommenden zwölf bis 24 Stunden entlang der Golfküste von Florida", teilte das nationale Hurrikan-Zentrum mit. Scott zufolge waren insgesamt 253.000 Menschen ohne Strom, allein in der Stadt Tallahassee waren es nach Angaben von Bürgermeister Andrew Gillum etwa 100.000.

"Hermine" traf in der Nacht als Hurrikan mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 110 Stundenkilometern nahe Tallahassee auf Land. Später wurde er zu einem Tropensturm herabgestuft. Die Behörden in dutzenden Verwaltungsbezirken ordneten Evakuierungen an.

Hunderte Schulen und Regierungsgebäude in Florida blieben am Freitag geschlossen. Hundert Nationalgardisten wurden mobilisiert und tausende weitere in Alarmbereitschaft versetzt. Gouverneur Rick Scott rief die Bevölkerung auf, die Warnungen ernst zu nehmen. "Es besteht Lebensgefahr", sagte er am Donnerstag.

"Hermine" war der erste Hurrikan in Florida seit elf Jahren. Vorhersagen zufolge sollte der Tropensturm im Laufe des Freitags mit Spitzenböen von 85 Stundenkilometern den Bundesstaat Georgia und in der Nacht auf Samstag die Staaten North und South Carolina erreichen. Die Behörden gaben zudem eine Tornadowarnung für die Region im Südosten der USA heraus. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.