Erstellt am 26. Mai 2015, 13:02

von APA/Red

Zeltplätze für Asylwerber werden weiterhin benötigt. Nicht viel Neues hat sich über Pfingsten in Sachen Flüchtlingsunterbringung ergeben. Die Plätze in den Zeltstädten werden unverändert benötigt, heißt es aus dem Innenministerium.

Die errichteten Zelte werden wohl noch länger benötigt.  |  NOEN, APA

Konkret waren 310 der insgesamt 480 zur Verfügung stehenden Betten belegt. 716 Asylansuchen wurden an diesen drei Tagen gestellt. Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) bot erneut Kasernen als Asyl-Unterkünfte an.

716 Asylansuchen am Pfingstwochenende gestellt

Dass sich an den Platzproblemen nicht viel ändern wird, deuten die Antragszahlen vom Pfingstwochenende an. Insgesamt 716 Asylansuchen wurden an den drei Tagen gestellt.

Klug erneuerte indes sein Angebot, bis zu 800 Asylwerber auf Kasernen-Gründen in den nächsten Monaten beherbergen zu können. Erste Begehungen finden diese Woche statt. Bereits im Juni könnten Flüchtlinge in Kasernen unterkommen.

Wenn nötig könnten neben den Kasernenunterkünften später auch zusätzlich bis zu 2.000 Personen in Containern untergebracht werden, sagte Klug am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Sein Angebot sieht der Verteidigungsminister nur als "Überbrückung der Notstände" um temporäre Unterkünfte zu schaffen. Als mögliche Orte für die Asylunterkünfte nannte Klug die Kasernen in Vomp (Tirol), Tamsweg (Salzburg), Freistadt (OÖ) und Horn (NÖ).

Diese Woche würden Begehungen der Kasernen stattfinden, um notwendige Adaptierungen der Gebäude abzuschätzen. Klug rechnet Ende der Woche mit ersten Ergebnissen der Begehungen. Erste Flüchtlinge könnten bereits im Juni in den Kasernen untergebracht werden.

Betroffene Gemeinden liefen Sturm

Um einen reibungslosen Ablauf und die Sicherheit zu garantieren, müssten die betroffenen Kasernen teilweise geräumt werden, erklärte der Verteidigungsminister. Als Betreiber der Asylunterkünfte könnten etwa die Volkshilfe oder die Caritas fungieren. Einen Teil der Unterkünfte könnte auch das Bundesheer selbst betreiben.

Die meisten betroffenen Gemeinden liefen vergangene Woche umgehend gegen entsprechende Pläne Sturm, Flüchtlinge in Kasernen unterzubringen. Klug war von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) ersucht worden, angesichts der mittlerweile recht dramatischen Lage mit der Errichtung von drei Zeltstädten noch einmal zu prüfen, ob es in seinem Bereich Standorte gebe, die für die Unterbringung von Flüchtlingen genützt werden könnten.

Klug stellte klar, dass das Bundesheer in den Kasernen selbst keine Asylunterkünfte betreiben wird. Als Unterkunftsbetreiber hatte Klug die Volkshilfe oder Caritas ins Spiel gebracht. Die möglichen Container-Unterkünfte in den Kasernen würden Platz für rund 2.400 Asylwerber bieten, konkretisierte das Ministerium die ursprünglichen Zahlen gegenüber der APA.